Glossar

Abatement
Praktiken zur Begrenzung oder Umkehrung von Umweltschäden. Siehe auch: Abatement Politik.
Abatement Politik
Eine Politik, die darauf abzielt, Umweltschäden zu verringern. Siehe dazu: Abatement.
abnehmender Ertrag
Eine Situation, in der der Einsatz einer zusätzlichen Einheit eines Produktionsfaktors (Input) zu einem geringeren Anstieg der Produktion (Output) führt als der vorherige Anstieg um eine Einheit. Auch bekannt als: Abnehmendes Grenzprodukt der Produktion.
abnehmender Grenzertrag des Konsums
Der Wert einer zusätzlichen Konsumeinheit für ein Individuum nimmt ab, je mehr Konsum das Individuum hat. Auch bekannt als: abnehmender Grenznutzen.
abnehmender Grenznutzen
Eine Eigenschaft einiger Nutzenfunktionen, wonach jede zusätzliche Einheit einer bestimmten Variablen zu einem geringeren Zuwachs des Gesamtnutzens führt als die vorherige Einheit. Auch bekannt als: abnehmender Grenzertrag des Konsums.
abnehmendes Durchschnittsprodukt der Arbeit
Eine Situation, in der das Durchschnittsprodukt der Arbeit typischerweise sinkt, je mehr Arbeit in einem bestimmten Produktionsprozess eingesetzt wird.
abnehmendes Grenzprodukt
Eine Eigenschaft einiger Produktionsfunktionen, wonach jede zusätzliche Einheit an Input zu einem geringeren Zuwachs des Gesamtoutputs führt als die vorherige Einheit.
abnehmende Skalenerträge
Sie treten auf, wenn die Verdoppelung aller Inputs in einem Produktionsprozess weniger als eine Verdoppelung des Outputs bewirkt. Auch bekannt als: negative Skaleneffekte. Siehe auch: steigende Skalenerträge.
Absicherungsfinanzierung
Finanzierung, die von Unternehmen genutzt wird, um vertragliche Zahlungsverpflichtungen aus dem Cashflow zu erfüllen. Der Begriff wurde von Hyman Minsky in seiner Hypothese der finanziellen Instabilität geprägt. Siehe auch: Spekulationsfinanzierung.
absoluter Vorteil
Eine Person oder ein Land hat einen absoluten Vorteil bei der Produktion eines Gutes, wenn die Inputs, die es zur Produktion dieses Gutes verwendet, geringer sind als bei einer anderen Person oder einem anderen Land. Siehe auch: komparativer Vorteil.
Abzinsung der Kosten und des Nutzens für künftige Generationen
Ein Maß dafür, wie wir gegenwärtig die Kosten und Vorteile bewerten, die Menschen erfahren, die in der Zukunft leben werden. Es ist zu beachten, dass dies kein Maß für die Ungeduld des Einzelnen in Bezug auf die eigenen zukünftigen Vorteile und Kosten ist.
Abzinsungssatz
Ein Maß für die Ungeduld der Person: wie sehr die Person eine zusätzliche Einheit Konsum jetzt im Vergleich zu einer zusätzlichen Einheit Konsum später schätzt. Es ist die Steigung der Indifferenzkurve der Person für den Konsum jetzt und den Konsum später, minus eins. Auch bekannt als: subjektiver Abzinsungssatz.
administrativ realisierbar
Politiken, bei denen die Regierung über ausreichende Informationen und Personal für die Umsetzung verfügt.
adverse Selektion
Das Problem, mit dem die Parteien eines Tauschgeschäfts konfrontiert sind, wenn die von einer Partei angebotenen Bedingungen dazu führen, dass einige Tauschpartner:innen aussteigen. Ein Beispiel ist das Problem der asymmetrischen Informationen bei Versicherungen: Wenn der Preis hoch genug ist, werden nur diejenigen eine Krankenversicherung abschließen wollen, die wissen, dass sie krank sind (die Versicherung weiß dies aber nicht). Dies wird zu weiteren Preiserhöhungen führen, um die Kosten zu decken. Dieses Problem wird auch als Problem der „versteckten Attribute“ bezeichnet (der Zustand, bereits krank zu sein, ist das versteckte Attribut), um es vom Problem der „versteckten Aktionen“ des moralischen Risikos zu unterscheiden. Siehe auch: unvollständiger Vertrag, moralisches Risiko, asymmetrische Informationen
Agglomerationsvorteile
Die Vorteile, die Unternehmen dadurch haben, dass sie in der Nähe anderer Unternehmen derselben oder verwandter Industrien angesiedelt sind. Siehe auch: Skaleneffekte.
aggregierte Nachfrage
Die Summe der Komponenten der Ausgaben in einer Volkswirtschaft, die zum BIP addiert werden: Y = C + I + G + X - M. Es ist der Gesamtbetrag der Nachfrage nach (oder der Ausgaben für) Waren und Dienstleistungen, die in der Wirtschaft produziert werden. Siehe auch: Konsum, Investitionen, Staatsausgaben, Exporte, Importe
Akkordarbeit
Eine Form der Beschäftigung, bei der die beschäftigte Person für jede Einheit des hergestellten Produkts eine feste Bezahlung erhält.
Aktie
Ein Teil des Vermögens eines Unternehmens, der gehandelt werden kann. Er gibt der Person, die die Aktie besitzt, das Recht, einen Teil des Gewinns eines Unternehmens zu erhalten und davon zu profitieren, wenn das Vermögen des Unternehmens an Wert gewinnt. Auch bekannt als: Stammaktie.
akzeptables Mindestangebot
Im Ultimatumspiel das kleinste Angebot der vorschlagenden Person, das von der antwortenden Person nicht abgelehnt wird. In Verhandlungssituationen wird im Allgemeinen das ungünstigste Angebot gemeint, das angenommen werden würde.
Akzeptanzbereitschaft (ABS)
Der Reservationspreis einer potenziell verkaufenden Person, die nur zu mindestens diesem Preis bereit ist, eine Einheit zu verkaufen. Siehe auch: Zahlungsbereitschaft.
Allokation
Die Beschreibung, wer was tut, welche Folgen dieses Handeln hat und wer was als Ergebnis erhält.
Altruismus
Die Bereitschaft, Kosten auf sich zu nehmen, um jemand anderem einen Vorteil zu verschaffen.
Angebotskurve
Die Kurve, die die Menge des Outputs anzeigt, die zu einem bestimmten Preis produziert werden würde. Für einen Markt zeigt sie die Gesamtmenge, die alle Unternehmen zusammen zu einem bestimmten Preis produzieren würden.
Angebotspolitik
Eine Reihe von wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die darauf abzielen, das Funktionieren der Wirtschaft durch die Steigerung der Produktivität und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie durch die Senkung der Gewinne nach Steuern und der Produktionskosten zu verbessern. Zu den Maßnahmen gehören die Senkung der Gewinnsteuern, die Verschärfung der Bedingungen für den Bezug von Arbeitslosengeld, die Änderung der Gesetzgebung, um die Entlassung von Beschäftigten zu erleichtern, und die Reform der Wettbewerbspolitik, um Monopolmacht zu verringern. Auch bekannt als: Reformen auf der Angebotsseite.
Angebotsschock
Eine unerwartete Veränderung auf der Angebotsseite der Wirtschaft, zum Beispiel ein Anstieg oder Rückgang der Ölpreise oder die Verbesserung einer Technologie. Siehe auch: Lohnsetzungskurve, Preissetzungskurve, Phillipskurve.
Angebotsseite
Die Seite eines Marktes, auf die Personen/Unternehmen etwas als Gegenleistung für Geld anbieten (zum Beispiel Bäckerein auf dem Markt für Brot). Siehe auch: Nachfrageseite.
Angebotsseite (Gesamtwirtschaft)
Die Art und Weise, wie Arbeit und Kapital eingesetzt werden, um Waren und Dienstleistungen zu produzieren. Dabei wird das Modell des Arbeitsmarktes verwendet (auch als Modell der Lohnsetzungskurve und der Preissetzungskurve bezeichnet). Siehe auch: Nachfrageseite (Gesamtwirtschaft).
angebotsseitiges Problem
nan Siehe auch: Angebotsseite.
Angebotsüberhang
Eine Situation, in der zum aktuellen Preis die angebotene Menge eines Gutes größer ist als die nachgefragte Menge nach dem Gut. Siehe auch: Nachfrageüberhang.
Anleihe
Eine Art von finanziellem Vermögenswert, bei dem das emitierende Unternehmen oder Land verspricht, der Person, die die Anleihe hält, im Laufe der Zeit einen bestimmten Betrag zu zahlen. Auch bekannt als: Anleihen von Unternehmen.
Anpassungslücke
Die Zeitspanne zwischen einer äußeren Veränderung der Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und der Bewegung der Wirtschaft in die Nähe des neuen Gleichgewichts.
Anreiz
Ökonomische Belohnung oder Bestrafung, die den Nutzen und die Kosten von Handlungsalternativen beeinflusst.
antizyklisch
Entwicklung im Konjunkturzyklus, die tendenziell entgegengesetzt zum gesamtwirtschaftlichen Output und zur Beschäftigung verläuft.
Arbeitsanreizmodell
Ein Modell, das erklärt, wie Unternehmen die Löhne so festsetzen, dass die Beschäftigten eine ökonomische Rente (die so genannte Beschäftigungsrente) erhalten, die wiederum den Beschäftigten einen Anreiz bietet, hart zu arbeiten, um eine Kündigung zu vermeiden. Siehe auch: Beschäftigungsrente, Effizienzlöhne.
arbeitsintensiv
Stärkerer Einsatz von Arbeit als Produktionsmittel im Vergleich zu Maschinen und anderen Produktionsmitteln. Siehe auch: kapitalintensiv.
Arbeitslosengeld
Eine staatliche Transferzahlung, die eine arbeitslose Person erhält. Auch bekannt als: Arbeitslosenversicherung.
Arbeitslosenquote
Das Verhältnis zwischen der Zahl der Arbeitslosen und der Gesamtzahl der Erwerbspersonen. (Beachten Sie, dass die Beschäftigungsquote und die Arbeitslosenquote nicht 100 % ergeben, da sie unterschiedliche Nenner haben). Siehe auch unter: Erwerbspersonen, Beschäftigungsquote.
Arbeitslosigkeit
Eine Situation, in der eine Person, die fähig und willens ist zu arbeiten, nicht beschäftigt ist.
Arbeitslosigkeit, unfreiwillig
Der Zustand, arbeitslos zu sein, aber lieber einen Arbeitsplatz zu den gleichen Löhnen und Arbeitsbedingungen zu haben wie die sonst beschäftigten Personen. Siehe auch:Arbeitslosigkeit.
Arbeitsmarkt
Auf diesem Markt bieten die Unternehmen den Personen, die sich bereit erklären, unter dessen Leitung zu arbeiten, Löhne an. Ökonominnen und Ökonomen sagen, dass die Unternehmen auf der Nachfrageseite dieses Marktes stehen, während die potenziell Beschäftigten auf der Angebotsseite stehen. Siehe auch: Erwerbspersonen.
Arbeitsmarktgleichgewicht
Die Kombination aus Reallohn und Beschäftigungsniveau, die durch den Schnittpunkt der Lohnsetzungskurve und der Preissetzungskurve bestimmt wird. Dies ist das Nash-Gleichgewicht des Arbeitsmarktes, da weder die Unternehmen noch die Beschäftigten durch eine Änderung ihres Verhaltens eine Verbesserung erreichen könnten. Siehe auch: Gleichgewichtsarbeitslosigkeit, inflationsstabilisierende Arbeitslosenquote.
Arbeitsproduktivität
Gesamtproduktion geteilt durch die Zahl der Arbeitsstunden oder ein anderes Maß für den Arbeitseinsatz.
Arbeitsteilung
Die Spezialisierung der produzierenden Personen auf verschiedene Aufgaben im Produktionsprozess. Auch bekannt als: Spezialisierung.
Arbitrage
Die Praxis, eine Ware auf einem Markt zu einem niedrigen Preis zu kaufen, um sie auf einem anderen Markt zu einem höheren Preis zu verkaufen. Unternehmen, die Arbitrage betreiben, nutzen den Preisunterschied für dieselbe Ware zwischen zwei Ländern oder Regionen aus. Solange die Handelskosten niedriger sind als das Preisgefälle, machen sie einen Gewinn. Siehe auch: Preisgefälle.
asymmetrische Informationen
Informationen, die für die an einer wirtschaftlichen Interaktion beteiligten Parteien relevant sind, aber nur einem Teil der Parteien bekannt sind, anderen degegen nicht. Siehe dazu: adverse Selektion, moralisches Risiko.
Aufholwachstum
Der Prozess, durch den viele (aber bei weitem nicht alle) Volkswirtschaften in der Welt die Lücke zwischen den Industrieländern und ihrer eigenen Volkswirtschaft schließen.
Aufsichtspolitik
Eine Politik, die einen sehr hohen Wert auf die Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Ergebnisses legt, selbst wenn dies durch den Verzicht auf andere Ziele teuer erkauft wird. Ein solcher Ansatz wird häufig befürwortet, wenn große Unsicherheit über die Bedingungen besteht, unter denen ein katastrophales Ergebnis eintreten würde.
Ausfallrisiko
Das Risiko, dass ein gewährter Kredit nicht zurückgezahlt wird.
ausländische Direktinvestitionen (FDI)
Eigentum und wesentliche Kontrolle über Vermögenswerte in einem fremden Land. Siehe auch: ausländische Portfolioinvestition.
ausländische Portfolioinvestition
Der Erwerb von Anleihen oder Aktien in einem fremden Land, wenn der Besitz des ausländischen Vermögens nicht groß genug ist, um eine wesentliche Kontrolle über das besessene Unternehmen zu erlangen. Ausländische Direktinvestitionen (FDI) hingegen setzen Eigentum und wesentliche Kontrolle über das eigene Vermögen voraus. Siehe auch: ausländische Direktinvestitionen.
Auslastungsgrad
Ein Maß dafür, inwieweit ein Unternehmen, eine Industrie oder eine ganze Volkswirtschaft so viel produziert, wie es der Bestand an Investitionsgütern und der aktuelle Wissensstand zulassen würde.
Auszahlung
Der Nutzen für jede Spieler:in, der sich aus den gemeinsamen Aktionen aller Spieler:innen ergibt.
automatische Stabilisatoren
Merkmale des Steuer- und Transfersystems einer Volkswirtschaft, die dazu führen, dass eine Expansion oder Kontraktion der Wirtschaft ausgeglichen wird. Ein Beispiel dafür ist das System des Arbeitslosengeldes.
Automatisierung
Der Einsatz von Maschinen, die Substitute für Arbeit sind.
autonome Nachfrage
Komponenten der aggregierten Nachfrage, die vom laufenden Einkommen unabhängig sind.
autonomer Konsum
Vom laufenden Einkommen unabhängiger Konsum.
azyklisch
Keine Tendenz, sich über den Konjunkturzyklus hinweg entweder in die gleiche oder in die entgegengesetzte Richtung des gesamtwirtschaftlichen Outputs und der Beschäftigung zu bewegen.
Bank
Ein Unternehmen, welches im Zuge der Kreditvergabe Geld in Form von Bankeinlagen schafft.
Bankenrettung
Die Regierung kauft eine Eigenkapitalbeteiligung an einer Bank oder greift auf andere Weise ein, um sie vor dem Konkurs zu bewahren.
Bank Run
Eine Situation, in der Einleger:innen Gelder von einer Bank abziehen, weil sie befürchten, dass diese Bank in Konkurs gehen und ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen könnte (das heißt die den Einleger:innen geschuldeten Gelder nicht zurückzahlen kann).
Basistechnologien
Technologischer Fortschritt, der in vielen Sektoren angewendet werden kann und weitere Innovationen hervorbringt. Informations- und Kommunikationstechnologie und Elektrizität sind zwei gängige Beispiele.
Beschäftigungsquote
Das Verhältnis zwischen der Zahl der Beschäftigten und der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Siehe auch: Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.
Beschäftigungsrente
Die ökonomische Rente, die eine beschäftigte Person erhält, wenn der Nettowert des Arbeitsplatzes den Nettowert der nächstbesten Alternative (das heißt der Arbeitslosigkeit) übersteigt. Auch bekannt als: Kosten des Arbeitsplatzverlustes.
beschränktes Optimierungsproblem
Probleme, bei denen eine Person, die eine Entscheidung treffen muss, die Werte einer oder mehrerer Variablen wählt, um ein Ziel (zum Beispiel Gewinnmaximierung) zu erreichen. Dabei unterliegt die Person einer Beschränkung, die die realisierbare Menge (zum Beispiel die Nachfragekurve) bestimmt.
Bestand
Eine Menge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessen wird. Ihre Einheiten sind nicht von der Zeit abhängig. Siehe auch: Flussgröße.
beste Antwort
Die Strategie, die einem die höchste Auszahlung verschafft gegeben der Strategien der anderen Spieler:innen.
Beste-Antwort-Funktion der beschäftigten Person
Die optimale Menge an Arbeit, die eine beschäftigte Person für jeden vom Unternehmen angebotenen Lohn zu leisten bereit ist.
Beveridge-Kurve
Das umgekehrte Verhältnis zwischen der Arbeitslosenquote und der Quote der offenen Stellen (jeweils ausgedrückt als Anteil an den Erwerbspersonen). Benannt nach dem gleichnamigen britischen Ökonomen.
Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter
Eine statistische Konvention, die in vielen Ländern alle Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren umfasst.
Bilanz
Eine Aufzeichnung der Vermögenswerte, der Schulden und des Nettovermögens einer wirtschaftlich agierenden Instanz, zum Beispiel eines Haushalts, einer Bank, eines Unternehmens oder einer Regierung.
biologische Überlebensbeschränkung
Die biologische Überlebensbeschränkung zeigt alle Punkte, die biologisch realisierbar sind. Siehe auch: biologisch realisierbar.
biologisch realisierbar
Eine Allokation die das Überleben der Beteiligten sichern kann, ist biologisch realisierbar.
BIP-Deflator
Ein Maß für die Höhe der Preise für im Inland produzierte Güter. Es handelt sich dabei um das Verhältnis zwischen dem nominalen BIP (oder BIP zu laufenden Preisen) und dem realen BIP (oder BIP zu konstanten Preisen).
Börse
Ein Finanzmarktplatz, auf dem Aktien (oder Wertpapiere) und andere finanzielle Vermögenswerte gehandelt werden. Er verfügt über eine Liste von Unternehmen, deren Aktien dort gehandelt werden.
Bretton Woods System
Ein internationales Währungssystem mit festen, aber anpassbaren Wechselkursen, das am Ende des Zweiten Weltkriegs eingeführt wurde. Es ersetzte den Goldstandard, der während der Great Depression aufgegeben wurde.
Bruttoeinkommen
Einkommen nach Abzug der gezahlten Steuern, einschließlich Wertminderung. Siehe auch: Einkommen, Nettoeinkommen.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Ein Maß für den Marktwert der Produktion von Endprodukten und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Die Produktion von Vorleistungsgütern, die als Input für die Endproduktion dienen, wird nicht berücksichtigt, um Doppelzählungen zu vermeiden.
Bruttolohnersatzquote bei Arbeitslosigkeit
Der Anteil des früheren Bruttolohns (vor Steuern) einer beschäftigten Person, den sie bei Arbeitslosigkeit erhält.
Budgetbeschränkung
Eine Gleichung, die alle Kombinationen von Waren und Dienstleistungen darstellt, die man erwerben könnte und die die eigenen budgetären Ressourcen genau ausschöpfen.
Budgetdefizit
Wenn der Saldo des Staatshaushalts negativ ist. Siehe auch: Saldo des Staatshaushalts, Budgetüberschuss.
Budgetüberschuss
Wenn der Saldo des Staatshaushalts positiv ist. Siehe auch: Saldo des Staatshaushalts, Budgetdefizit.
Cap and Trade
Eine Politik, bei der eine begrenzte Anzahl von Verschmutzungsgenehmigungen ausgegeben wird, die auf einem Markt gekauft und verkauft werden können. Sie kombiniert eine mengenmäßige Begrenzung der Emissionen mit einem preisbasierten Ansatz, der umweltschädliche Entscheidungen mit Kosten belegt.
ceteris paribus
Ökonominnen und Ökonomen vereinfachen oft eine Analyse, indem sie Dinge beiseitelassen, von denen sie glauben, dass diese für die Frage, die sie interessiert, weniger wichtig sind. Die wörtliche Bedeutung des Ausdrucks ist „andere Dinge sind gleich“. In einem ökonomischen Modell bedeutet dies, dass die Analyse „andere Dinge konstant hält“.
Clubgut
nan Siehe auch: künstlich knappes Gut, öffentliches Gut.
Collateralized Debt Obligation (CDO)
Ein strukturiertes Finanzinstrument (ein Derivat), das aus einer Anleihe oder einem Schuldschein besteht, die durch einen Pool von Vermögenswerten mit festem Einkommen unterlegt sind. Der Wertverfall von Instrumenten dieser Art, die durch Subprime-Hypotheken gesichert waren, war ein wichtiger Faktor in der globalen Finanzkrise 2007-2008.
Commodities
Physische Güte, die ähnlich wie Aktien gehandelt werden. Dazu gehören Metalle wie Gold und Silber, landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kaffee und Zucker, Öl und Gas. Manchmal wird der Begriff auch allgemeiner für alles verwendet, was zum Verkauf produziert wird.
Crowding Out
Es gibt zwei ganz unterschiedliche Verwendungen des Begriffs. Der eine ist der beobachtete negative Effekt, wenn ökonomische Anreize die ethischen oder anderweitigen Motivationen der Menschen verdrängen. In Studien zum individuellen Verhalten können Anreize einen Crowding Out-Effekt auf soziale Präferenzen haben. Eine zweite Verwendung des Begriffs bezieht sich auf die Auswirkung einer Erhöhung der Staatsausgaben auf die Verringerung der privaten Ausgaben, wie sie beispielsweise in einer Volkswirtschaft mit voller Kapazitätsauslastung zu erwarten wäre, oder wenn eine fiskalische Expansion mit einem Anstieg des Zinssatzes verbunden ist.
Deflation
Ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus. Siehe auch: Inflation.
demografischer Übergang
Eine Verlangsamung des Bevölkerungswachstums, da ein Rückgang der Sterberate durch einen Rückgang der Geburtenrate mehr als ausgeglichen wird.
Demokratie
Ein politisches System, das im Idealfall allen Bürger:innen die gleiche politische Macht verleiht, definiert durch individuelle Rechte wie Rede-, Versammlungs- und Pressefreiheit, faire Wahlen, bei denen praktisch alle Erwachsenen wahlberechtigt sind, und bei denen die Regierung ihr Amt verlässt, wenn sie Wahlen verliert.
demokratische Rechenschaftspflicht
Politische Verantwortlichkeit durch Wahlen und andere demokratische Prozesse. Siehe auch: Verantwortlichkeit, politische Verantwortlichkeit.
Derivat
Ein Finanzinstrument in Form eines handelbaren Vertrags, dessen Wert auf der Wertentwicklung von zugrunde liegenden Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen oder Immobilien beruht. Siehe auch: Collateralized Debt Obligation.
differenziertes Produkt
Ein Produkt, das von einem einzigen Unternehmen hergestellt wird und einige einzigartige Merkmale im Vergleich zu ähnlichen Produkten anderer Unternehmen aufweist.
Diffusion
Die Verbreitung einer Erfindung in der gesamten Wirtschaft. Siehe auch: Diffusionslücke.
Diffusionslücke
Die Zeitspanne zwischen der ersten Einführung einer Innovation und ihrer allgemeinen Nutzung. Siehe auch unter: Diffusion.
Disinflation
Ein Rückgang der Inflationsrate. Siehe auch: Inflation, Deflation.
dominante Strategie
Handlung, die für eine spielende Person den höchsten Ertrag bringt, unabhängig davon, was die anderen Spieler:innen tun.
Dominanzstrategiegleichgewicht
Der Ausgang eines Spiels, in dem jede spielende Person die dominante Strategie spielt.
dominierende Technologie
Eine Technologie, die unabhängig von den Preisen der Inputs die gleiche Menge zu niedrigeren Kosten produziert als alternative Technologien. Sie ist in der Lage, die gleiche Menge an Output zu produzieren wie die alternative Technologie mit weniger von mindestens einem Input und nicht mehr von irgendeinem Input.
dominiert
Wir beschreiben ein Ergebnis so, wenn mehr von etwas, das positiv bewertet wird, ohne weniger von etwas anderem, das positiv bewertet wird, erreicht werden kann. Kurz gesagt: Ein Ergebnis wird dominiert, wenn es eine Win-Win-Alternative gibt.
Durchschnittskosten
Die Gesamtkosten der Produktion eines Unternehmens geteilt durch die Gesamtzahl der Produktionseinheiten.
Durchschnittsprodukt
Gesamtoutput geteilt durch einen bestimmten Input, zum Beispiel pro Arbeitskraft (geteilt durch die Anzahl der Arbeitskräfte) oder pro Arbeitsstunde einer Arbeitskraft (Gesamtoutput geteilt durch die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden).
effektiver Steuersatz auf den Gewinn
Dieser wird berechnet, indem man die Gewinnrate vor Steuern nimmt, die Gewinnrate nach Steuern abzieht und das Ergebnis durch die Gewinnrate vor Steuern teilt. Dieser Bruch wird in der Regel mit 100 multipliziert und als Prozentsatz angegeben.
Effizienzlöhne
Die Lohnzahlung eines Unternehmens, die über dem Reservationslohn einer beschäftigten Person liegt, um diese zu motivieren, sich am Arbeitsplatz mehr anzustrengen, als sie es sonst tun würde. Siehe auch: Arbeitsanreizmodell, Beschäftigungsrente.
Eigenkapital
Die eigene Investition einer Person in ein Projekt. Diese wird in der Bilanz einer Person oder eines Unternehmens als Eigenkapital ausgewiesen. Siehe auch: Nettovermögen.
Eigentum
Das Recht, etwas zu nutzen und andere von der Nutzung auszuschließen, sowie das Recht, die Sache, die man besitzt, zu verkaufen.
Eigentumsrechte
Rechtlicher Schutz des Eigentums, einschließlich des Rechts, andere auszuschließen und das Eigentum zu nutzen oder zu verkaufen.
Einkommen
Der Betrag der erhaltenen Gewinne, Zinsen, Mieten, Arbeitseinkommen und sonstigen Zahlungen (einschließlich Transfers der Regierung) abzüglich der gezahlten Steuern, gemessen über einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel ein Jahr. Der Höchstbetrag, der bei unverändertem Vermögen konsumiert werden kann. Auch bekannt als: verfügbares Einkommen. Siehe auch: Bruttoeinkommen.
Einkommenseffekt
Der Effekt, den das zusätzliche Einkommen hätte, wenn sich der Preis oder die Opportunitätskosten nicht ändern würden.
Einkommenselastizität der Nachfrage
Die prozentuale Veränderung der Nachfrage, die bei einer Erhöhung des Einkommens um 1 % eintreten würde.
Einkünfte
Löhne, Gehälter und andere Einkommen aus Arbeit.
Endeinkommen
Ein Maß für den Wert der Waren und Dienstleistungen, die ein Haushalt mit seinem verfügbaren Einkommen konsumieren kann. Dies entspricht dem verfügbaren Einkommen abzüglich der gezahlten Mehrwertsteuer und zuzüglich des Wertes der erhaltenen öffentlichen Leistungen.
endogen
Wird durch die Funktionsweise eines Modells erzeugt und kommt nicht von außerhalb des Modells. Siehe auch: exogen.
Enteignungsrisiko
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vermögen seines oder seiner Eigentümer:in von der Regierung oder einem anderen weggenommen wird.
Entwicklungsstaat
Eine Regierung, die eine führende Rolle bei der Förderung des wirtschaftlichen Entwicklungsprozesses durch öffentliche Investitionen, Subventionen für bestimmte Industrien, Bildung und andere öffentliche Maßnahmen übernimmt.
Erfindung
Die Entwicklung von neuen Produktionsmethoden und neuen Produkten.
erwartete Inflation
Die Meinung der Lohn- und Preissetzenden über die Höhe der Inflation in der nächsten Periode. Siehe auch: Inflation.
Erwerbspersonen
Die Anzahl der Personen in der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die einer Arbeit außerhalb des Haushalts nachgehen oder nachgehen möchten. Sie sind entweder erwerbstätig (einschließlich selbständig) oder arbeitslos. Siehe auch: Arbeitslosenquote, Beschäftigungsquote, Erwerbsquote.
Erwerbsquote
Das Verhältnis zwischen der Zahl der Erwerbspersonen und der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Siehe auch: Erwerbspersonen, Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.
Evolutionsökonomik
Ein Ansatz, der den Prozess des wirtschaftlichen Wandels untersucht, einschließlich technologischer Innovationen, der Diffusion neuer sozialer Normen und der Entwicklung neuer Institutionen.
Existenzminimum
Das Niveau des Lebensstandards (gemessen an Konsum oder Einkommen), bei dem die Bevölkerung weder wächst noch abnimmt.
exogen
Von außerhalb des Modells kommend und nicht durch die Funktionsweise des Modells selbst erzeugt. Siehe auch: endogen.
exogener Schock
Eine starke Veränderung der äußeren Bedingungen, die sich auf ein Modell auswirkt.
Exporte (X)
Waren und Dienstleistungen, die in einem bestimmten Land produziert und an Haushalte, Unternehmen und Regierungen in anderen Ländern verkauft werden.
externe Grenzkosten (EGK)
Die Kosten für die Produktion einer zusätzlichen Einheit eines Gutes, die von einer anderen Person als der produzierenden Person des Gutes getragen werden. Siehe auch: private Grenzkosten, soziale Grenzkosten.
externe Kosten
Ein negativer externer Effekt: Eine negative Auswirkung von Produktion, Konsum oder anderen wirtschaftlichen Entscheidungen auf eine andere Person oder Partei, die nicht als Verbindlichkeit in einem Vertrag aufgeführt ist. Auch bekannt als: negativer externer Effekt. Siehe auch: externer Effekt.
externe Netzwerkeffekte
Ein externer Effekt der Handlung einer Person auf eine andere, der dadurch entsteht, dass die beiden in einem Netzwerk verbunden sind. Siehe auch: externer Effekt.
externer Effekt
Eine positive oder negative Auswirkung einer Produktion, eines Konsums oder einer anderen wirtschaftlichen Entscheidung auf eine oder mehrere andere Personen, die nicht als Nutzen oder Belastung in einem Vertrag angegeben ist. Sie wird als externer Effekt bezeichnet, weil der betreffende Effekt außerhalb des Vertrags liegt. Auch bekannt als: Externalität. Siehe auch unter: unvollständiger Vertrag, Marktversagen, externer Nutzen, externe Kosten.
externer Nutzen
Ein positiver externer Effekt, das heißt eine positive Auswirkung einer Produktions-, Konsum- oder sonstigen wirtschaftlichen Entscheidung auf eine oder mehrere andere Personen, die nicht als Nutzen in einem Vertrag angegeben ist. Auch bekannt als: positiver externer Effekt. Siehe auch: externer Effekt.
Fairness
Eine Art, eine Allokation auf der Grundlage der eigenen Vorstellung von Gerechtigkeit zu bewerten.
Faktorausstattung
Die Faktoren einer Person, die sich auf ihr Einkommen auswirken können, wie zum Beispiel das physische Vermögen, das eine Person besitzt, das heißt Grund und Boden, Wohnraum oder ein Portfolio von Aktien. Dazu gehören auch das Niveau und die Qualität der Schulbildung, spezielle Ausbildungen, die Programmiersprachen in denen die Person arbeiten kann, Arbeitserfahrung in Praktika, die Staatsangehörigkeit, ob die Person ein Visum (oder eine Green Card) besitzt, dass eine Beschäftigung auf einem bestimmten Arbeitsmarkt erlaubt, die Nationalität und das Geschlecht der Person und sogar die Ethnie oder der soziale Hintergrund der Person. Siehe auch: Humankapital.
fehlender Markt
Ein Markt, auf dem es eine Art von Austausch gibt, der, wenn er durchgeführt würde, für beide Seiten vorteilhaft wäre. Dies ist nicht der Fall, wenn asymmetrische oder nicht überprüfbare Informationen vorliegen.
finanzielle Deregulierung
Politiken, die Banken und anderen Institutionen größere Freiheit bei der Art der finanziellen Vermögenswerte, die sie verkaufen können, sowie bei anderen Praktiken einräumen.
finanzieller Akzelerator
Der Mechanismus, durch den die Fähigkeit von Unternehmen und Haushalten zur Kreditaufnahme steigt, wenn der Wert der Sicherheiten, die sie dem Darlehensgeber (häufig eine Bank) verpfändet haben, zunimmt.
Fire Sale
Der Verkauf einer Sache zu einem sehr niedrigen Preis, weil die verkaufende Person oder das verkaufende Unternehmen dringend Geld braucht.
first copy costs
Die Fixkosten für die Produktion einer wissensintensiven Ware oder Dienstleistung.
Fisher-Gleichung
Die Beziehung, die den Realzinssatz als Differenz zwischen dem Nominalzinssatz und der erwarteten Inflation angibt: Realzinssatz = Nominalzinssatz - erwartete Inflation.
fiskalische Kapazität
Die Fähigkeit einer Regierung, mit geringen Verwaltungs- und sonstigen Kosten erhebliche Steuern von der Bevölkerung zu erheben und einzutreiben. Ein Maß hierfür ist der eingenommene Betrag geteilt durch die Kosten für die Verwaltung des Steuersystems.
Fiskalpolitik
Änderungen der Steuern oder Staatsausgaben zur Stabilisierung der Wirtschaft. Siehe auch: fiskalpolitischer Stimulus, Steuermultiplikator, aggregierte Nachfrage.
fiskalpolitischer Stimulus
Der Einsatz der Fiskalpolitik durch die Regierung (durch eine Kombination von Steuersenkungen und Staatsausgabenerhöhungen) mit dem Ziel, die aggregierte Nachfrage zu erhöhen. Siehe auch: Steuermultiplikator, Fiskalpolitik, aggregierte Nachfrage.
Fixkosten
Kosten, die nicht mit der Anzahl der produzierten Einheiten variieren.
Flussgröße
Eine pro Zeiteinheit gemessene Größe, wie zum Beispiel das Jahreseinkommen oder der Stundenlohn.
Forschung und Entwicklung
Ausgaben einer privaten oder öffentlichen Einrichtung für die Entwicklung neuer Produktionsmethoden, Produkte oder anderer wirtschaftlich relevanter neuer Erkenntnisse.
Free-ride
Von den Beiträgen anderer zu einem Kooperationsprojekt zu profitieren, ohne selbst einen Beitrag zu leisten.
Fristentransformation
Die Praxis, kurzfristig Geld zu leihen und es langfristig zu verleihen. Eine Bank nimmt zum Beispiel Einlagen entgegen, deren Rückzahlung sie kurzfristig oder ohne Vorankündigung verspricht, und vergibt langfristige Kredite (die über viele Jahre hinweg zurückgezahlt werden können). Auch bekannt als: Liquiditätsumwandlung.
Fundamentalwert
Siehe auch: Fundamentalwert einer Aktie.
Fundamentalwert einer Aktie
Der Aktienkurs basiert auf den erwarteten zukünftigen Einkünften und Risikoniveau.
Gebrauchsgüter (langlebig)
Konsumgüter mit einer Nutzungsdauer von mehr als drei Jahren. Zum Beispiel Möbel, Autos und Kühlschränke.
Gefangenendilemma
Ein Spiel, bei dem die Auszahlungen im Dominanzstrategiegleichgewicht für jede spielende Person und damit auch insgesamt geringer sind als bei Kooperation.
Gegenseitigkeit
Eine Präferenz, freundlich zu sein oder anderen zu helfen, die freundlich und hilfsbereit sind, und anderen, die nicht hilfreich oder freundlich sind, Hilfe und Freundlichkeit vorzuenthalten. Auch bekannt als: Reziprozität.
Gegenwartswert
Der heutige Wert eines Flusses zukünftiger Einkommen oder anderer Leistungen, wenn diese mit einem Zinssatz oder dem eigenen Abzinsungssatz verrechnet werden. Siehe auch: Gegenwartswert.
Geld
Geld ist etwas, das den Austausch erleichtert (ein so genanntes Tauschmittel) und aus Banknoten und Bankeinlagen oder anderen Dingen besteht, die zum Kauf von Waren und Dienstleistungen verwendet werden können und im Allgemeinen von anderen als Zahlungsmittel akzeptiert werden, weil andere es für den gleichen Zweck verwenden können. Das „weil“ ist wichtig und unterscheidet den durch Geld erleichterten Tausch vom Tauschhandel, bei dem Waren direkt getauscht werden, ohne dass Geld den Besitzer wechselt.
Geldlohn
Der Geldbetrag, den ein Unternehmen an eine beschäftigte Person zahlt. Auch bekannt als: Nominallohn.
Geldmenge
Der Bestand an umlaufender Geldmenge, definiert als die Summe aus Giralgeld und Zentralbankgeld die sich in den Händen der Nicht-Banken-Öffentlichkeit befindet. Siehe auch: Giralgeld.
Geldpolitik
Maßnahmen der Zentralbank (oder der Regierung), die darauf abzielen, die Wirtschaftstätigkeit durch Änderung der Zinssätze oder der Preise von finanziellen Vermögenswerten zu beeinflussen. Siehe auch: quantitative Lockerung.
Geltungskonsum
Der Kauf von Waren oder Dienstleistungen zur öffentlichen Darstellung des eigenen sozialen und wirtschaftlichen Status.
gemeinsame Wohlfahrt
Die Summe der ökonomischen Renten aller an einer Interaktion Beteiligten. Auch bekannt als: Nutzen aus Handel.
Gemeinschaftsgut
Ein rivales Gut, dessen Konsum man anderen nicht verwehren kann. Auch bekannt als: Ressource des Gemeineigentums.
geringe Kapazitätsauslastung
Wenn ein Unternehmen oder eine Volkswirtschaft die Produktion steigern kann, indem es/sie die Beschäftigung erhöht und dabei die vorhandenen Investitionsgüter nutzt.
gesamte Wohlfahrt
Der Gesamtnutzen aus dem Handel, den alle am Tausch beteiligten Parteien erhalten. Er wird als Summe der Konsumenten- und Produzentenrente gemessen. Siehe: gemeinsame Wohlfahrt.
Gesamtnutzenkurve
Die Kombinationen aus der Innovationswahrscheinlichkeit und dem Gesamtnutzen der Innovation eines Unternehmens für die Gesellschaft, die den gleichen Gesamtnutzen ergeben.
gesamtwirtschaftlicher Output
Die Gesamtproduktion einer Volkswirtschaft, über alle Sektoren und Regionen hinweg.
Gesetz des einheitlichen Preises
Trifft zu, wenn ein Gut bei allen Transaktionen zum gleichen Preis gehandelt wird. Würde ein Gut an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Preisen verkauft, könnten Unternehmen oder Personen es an einem Ort billig einkaufen und an einem anderen zu einem höheren Preis verkaufen. Siehe auch: Arbitrage.
gesetzlicher Mindestlohn
Ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn für Beschäftigte im Allgemeinen oder für eine bestimmte Art von Beschäftigten. Mit einem Mindestlohn soll der Lebensstandard von Geringverdienenden gesichert werden. Viele Länder, darunter das Vereinigte Königreich und die USA, setzen einen Mindestlohn durch Gesetze durch. Auch bekannt als: Mindestlohn.
gesetzliches Zahlungsmittel
Münzen oder Banknoten, die zur Begleichung einer Schuld akzeptiert werden müssen.
Gewerkschaft
Eine Organisation, die überwiegend aus Beschäftigten besteht und zu deren Haupttätigkeiten die Aushandlung von Löhnen und Arbeitsbedingungen für die Gewerkschaftsangehörigen gehört.
Gewinnmarge
Die Differenz zwischen dem Preis und den Grenzkosten.
Gini-Koeffizient
Ein Maß für die Ungleichheit einer beliebigen Größe wie Einkommen oder Vermögen, das von einem Wert von null (wenn keine Ungleichheit besteht) bis eins (wenn eine einzige Person alles erhält) reicht.
Giralgeld
Geld in Form von Bankeinlagen, das von Geschäftsbanken geschaffen wird, wenn sie Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben.
Gleichgewicht
Ein Modellergebnis, das sich selbst aufrechterhält. In diesem Fall ändert sich etwas von Interesse nicht, es sei denn, es wird eine äußere oder externe Kraft eingeführt, die die Beschreibung der Situation durch das Modell verändert.
Gleichgewicht (eines Marktes)
Ein Marktzustand, in dem sich die gekauften und verkauften Mengen oder der Marktpreis nicht ändern, es sei denn, die zugrundeliegenden Kosten, Präferenzen oder sonstigen Bestimmungsfaktoren für das Verhalten der Teilnehmenden am Markt ändern sich in irgendeiner Weise.
Gleichgewichtsarbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitssuchenden ohne Arbeit, die durch den Schnittpunkt von Lohnsetzungskurve und Preissetzungskurve bestimmt wird. Dies ist das Nash-Gleichgewicht des Arbeitsmarktes, bei dem weder die Unternehmen noch die Beschäftigten durch eine Änderung ihres Verhaltens eine Verbesserung erzielen könnten. Siehe auch: unfreiwillige Arbeitslosigkeit, konjunkturelle Arbeitslosigkeit, Lohnsetzungskurve, Preissetzungskurve, inflationsstabilisierende Arbeitslosenquote.
Gleichgewichtspreis
Bei diesem Preis gibt es keinen Angebots- oder Nachfrageüberhang. Siehe auch: Gleichgewicht.
Gleichgewichtsrente
Ökonomische Rente in einem Markt, der sich im Gleichgewicht befindet. Auch bekannt als: stationäre oder persistente Renten.
globale Finanzkrise
Diese begann 2007 mit dem Zusammenbruch der Immobilienpreise in den USA, der zu einem Preisverfall bei Vermögenswerten führte, die auf Subprime-Hypotheken basierten, und zu einer weit verbreiteten Unsicherheit über die Solvenz der Banken in den USA und Europa führte, die Kredite zum Kauf solcher Vermögenswerte aufgenommen hatten. Die Auswirkungen waren auf der ganzen Welt zu spüren, da der Welthandel drastisch eingeschränkt wurde. Regierungen und Zentralbanken reagierten darauf mit aggressiven Stabilisierungsmaßnahmen.
Globalisierung
Ein Prozess, bei dem die Volkswirtschaften der Welt durch den freieren Fluss von Waren, Investitionen, Finanzen und in geringerem Maße auch von Arbeitskräften über nationale Grenzen hinweg zunehmend integriert werden. Der Begriff wird manchmal weiter gefasst und umfasst auch Ideen, Kultur und sogar die Ausbreitung epidemischer Krankheiten.
Globalisierung I und II
Zwei getrennte Perioden zunehmender globaler wirtschaftlicher Integration: die erste erstreckte sich von vor 1870 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914, die zweite vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis ins einundzwanzigste Jahrhundert. Siehe auch: Globalisierung.
Goldenes Zeitalter (des Kapitalismus)
Die Periode hohen Produktivitätswachstums, hoher Beschäftigung und niedriger und stabiler Inflation, die sich vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die frühen 1970er Jahre erstreckte.
Goldstandard
Das in der Great Depression aufgegebene System fester Wechselkurse, bei dem der Wert einer Währung in Form von Gold festgelegt wurde, gegen das die Währung eingetauscht werden konnte. Siehe auch: Great Depression.
Great Depression
Die Periode eines starken Rückgangs von Produktion und Beschäftigung in vielen Ländern in den 1930er Jahren.
Great Moderation
Zeitraum mit geringer Volatilität des gesamtwirtschaftlichen Outputs in fortgeschrittenen Volkswirtschaften zwischen den 1980er Jahren und der Finanzkrise 2008. Der Name wurde von den Wirtschaftswissenschaftlern James Stock und Mark Watson vorgeschlagen und von Ben Bernanke, dem damaligen Vorsitzenden der Federal Reserve (Zentralbank-System der Vereinigten Staaten), populär gemacht.
Great Recession
Die langanhaltende Rezession, die auf die globale Finanzkrise von 2008 folgte.
Green Adjustment
Anpassung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des nationalen Einkommens, um den Wert des Naturkapitals einzubeziehen.
Grenzerlös
Die Erhöhung der Einnahmen, die durch eine Erhöhung der Menge von Q auf Q + 1 erzielt wird.
Grenzkosten
Die Auswirkung auf die Gesamtkosten der Produktion einer zusätzlichen Einheit des Outputs. Sie entspricht der Steigung der Gesamtkostenfunktion in jedem Punkt.
Grenznutzen
Der zusätzliche Nutzen, der sich aus einer Erhöhung einer bestimmten Variablen um eine Einheit ergibt.
Grenzprodukt
Die zusätzliche Produktionsmenge, die erzeugt wird, wenn ein bestimmter Input um eine Einheit erhöht wird, während alle anderen Inputs konstant bleiben.
Grenzproduktivität der Ausgaben für die Emissionsminderung
Die Grenzrate der Transformation (GRT) von Abatement-Kosten in verbesserte Umweltbedingungen. Sie ist die Steigung der Machbarkeitsgrenze. Siehe auch: Grenzrate der Transformation, Machbarkeitsgrenze.
Grenzrate der Substitution (GRS)
Der Kompromiss, den eine Person zwischen zwei Gütern einzugehen bereit ist. An jedem Punkt ist dies die Steigung der Indifferenzkurve. Siehe auch: Grenzrate der Transformation.
Grenzrate der Transformation (GRT)
Die Menge eines Gutes, die geopfert werden muss, um eine zusätzliche Einheit eines anderen Gutes zu erwerben. Sie ist an jedem Punkt die Steigung der Machbarkeitsgrenze. Siehe auch: Grenzrate der Substitution.
Gründer:in
Eine Person, die neue Technologien, Organisationsformen und andere Möglichkeiten schafft oder sich frühzeitig aneignet. Auch bekannt als: Entrepreneur:in.
Gütermarktgleichgewicht
Der Punkt, an dem der gesamtwirtschaftliche Output der aggregierten Nachfrage nach im Inland produzierten Waren entspricht. Die Wirtschaft wird weiterhin auf diesem Produktionsniveau produzieren, es sei denn, etwas ändert das Konsum- oder Investitionsverhalten. Siehe auch: aggregierte Nachfrage.
Handelsbilanz
Wert der Exporte abzüglich des Wertes der Importe. Auch bekannt als: Nettoexporte. Siehe auch unter: Handelsbilanzdefizit, Handelsbilanzüberschuss.
Handelsbilanzdefizit
Die negative Handelsbilanz eines Landes (es importiert mehr als es exportiert). Siehe auch: Handelsbilanzüberschuss, Handelsbilanz.
Handelsbilanzüberschuss
Die positive Handelsbilanz eines Landes (es exportiert mehr als es importiert). Siehe auch: Handelsbilanzdefizit, Handelsbilanz.
Handelskosten
Die Transportkosten, Zölle oder andere Faktoren, die beim Handel zwischen den Märkten zweier Länder anfallen und dazu führen, dass für die betroffenen Waren das Gesetz des einheitlichen Preises nicht auf jedem Markt gilt. Siehe auch: Gesetz des einheitlichen Preises.
hedonische Preisbildung
Eine Methode, die verwendet wird, um den wirtschaftlichen Wert von nicht bepreisten Umwelt- oder wahrgenommenen Eigenschaften abzuleiten, die den Preis eines vermarkteten Gutes beeinflussen. Sie ermöglicht es einer forschenden Person schwer zu quantifizierende Eigenschaften zu bewerten. Die Schätzungen beruhen auf den offenbarten Präferenzen der Menschen, das heißt auf dem Preis, den sie für eine Sache im Vergleich zu einer anderen zahlen.
Heimatüberweisungen
Geld, das von internationalen Gastarbeiter:innen an ihre Familien oder andere Personen im Heimatland geschickt wird. In Ländern, die entweder eine große Anzahl von Gastarbeiter:innen liefern oder aufnehmen, ist dies ein wichtiger internationaler Fluss von Kapital.
Humankapital
Der Bestand an Wissen, Fähigkeiten, Verhaltensmerkmalen und persönlichen Eigenschaften, die die Arbeitsproduktivität oder die Einkünfte einer Person bestimmen. Investitionen in diesen Bestand durch Bildung, Ausbildung und Sozialisation können diesen Bestand erhöhen, und solche Investitionen sind eine der Quellen des Wirtschaftswachstums. Es ist Teil der Faktorausstattung einer Person. Siehe auch: Faktorausstattung.
Hyperglobalisierung
Eine extreme (und bisher hypothetische) Form der Globalisierung, bei der es praktisch keine Schranken für den freien Fluss von Waren, Dienstleistungen und Kapital gibt. Siehe auch unter: Globalisierung.
hypothekarisch gesicherte Wertpapiere (HGW)
Ein finanzielles Vermögen, bei dem Hypotheken als Sicherheiten dienen. Die Anleger:innen erhalten Zahlungen, die sich aus den Zinsen und dem Kapital der zugrunde liegenden Hypotheken ergeben. Siehe auch: Sicherheiten.
Hypothek (oder Hypothekendarlehen)
Ein Darlehen, das von Haushalten und Unternehmen zum Kauf einer Immobilie aufgenommen wird, ohne dass der Gesamtwert auf einmal bezahlt wird. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren tilgt der oder die Kreditnehmer:in das Darlehen zuzüglich Zinsen. Die Schuld wird durch die Immobilie selbst gesichert, die als Sicherheit bezeichnet wird. Siehe auch unter: Sicherheiten.
Importe (M)
Waren und Dienstleistungen, die in anderen Ländern produziert und von inländischen Haushalten, Unternehmen und der Regierung gekauft werden.
Index
Ein Maß für die Menge einer Sache in einem bestimmten Zeitraum, verglichen mit der Menge derselben Sache in einem anderen Zeitraum, der als Bezugszeitraum oder Basiszeitraum bezeichnet wird. Es ist üblich, den Wert in der Referenzperiode auf 100 zu setzen.
Indifferenzkurve
Eine Kurve mit den Punkten, die die Kombinationen von Gütern angeben, die dem Einzelnen den gleichen Nutzen bringen.
Industrie
Warenproduzierende Wirtschaftstätigkeit: Landwirtschaft, Bergbau, verarbeitendes Gewerbe und Bauwesen. Das verarbeitende Gewerbe ist die wichtigste Komponente.
Industrielle Revolution
Eine Welle von technologischen Fortschritten und organisatorischen Veränderungen, die im 18. Jahrhundert in Großbritannien einsetzte und eine landwirtschaftliche und handwerkliche Wirtschaft in eine kommerzielle und industrielle Wirtschaft verwandelte.
Inflation
Ein Anstieg des allgemeinen Preisniveaus in einer Volkswirtschaft. In der Regel über ein Jahr gemessen. Siehe auch: Deflation, Disinflation.
inflationsbereinigter Preis
Preis, der die Veränderung des allgemeinen Preisniveaus berücksichtigt.
inflationsstabilisierende Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote (bei Arbeitsmarktgleichgewicht), bei der die Inflation konstant ist. Ursprünglich als „natürliche Arbeitslosenquote“ bekannt. Auch bekannt als: nichtbeschleunigende Arbeitslosenquote, stabile Inflationsquote der Arbeitslosigkeit. Siehe auch: Gleichgewichtsarbeitslosigkeit.
Inflationstargeting
Geldpolitik, bei der die Zentralbank die Zinssätze ändert, um die aggregierte Nachfrage zu beeinflussen und die Wirtschaft in der Nähe eines Inflationsziels zu halten, das normalerweise von der Regierung vorgegeben wird.
inkrementelle Innovation
Innovation, die ein bestehendes Produkt oder Verfahren kumulativ verbessert.
Innovation
Der Prozess der Erfindung und Diffusion als Ganzes betrachtet.
Innovationsrenten
Gewinne, die über die Opportunitätskosten des Kapitals hinausgehen, die ein:e Innovator:in durch die Einführung einer neuen Technologie, Organisationsform oder Marketingstrategie erzielt. Auch bekannt als: Schumpetersche Renten.
Innovationssystem
Die Beziehungen zwischen privaten Unternehmen, Regierungen, Bildungsinstitutionen, einzelnen Wissenschaftler:innen und anderen Personen, die an der Erfindung, Veränderung und Diffusion neuer Technologien beteiligt sind, sowie die Art und Weise, wie diese sozialen Interaktionen durch eine Kombination von Gesetzen, Politiken, Wissen und sozialen Normen geregelt werden.
insolvent
Ein Unternehmen ist dies, wenn der Wert seiner Vermögenswerte geringer ist als der Wert seiner Schulden. Siehe auch: solvent.
instabiles Gleichgewicht
Ein Gleichgewicht, bei dem, wenn ein Schock das Gleichgewicht stört, die Tendenz besteht, sich anschließend noch weiter vom Gleichgewicht zu entfernen. 
Institution
Die Gesetze und informellen Regeln, die die sozialen Interaktionen und Interaktionen zwischen Menschen und der Biosphäre regeln, manchmal auch als Spielregeln bezeichnet.
integrative Gewerkschaft
Eine Gewerkschaft, die viele Unternehmen und Sektoren vertritt, die die Folgen von Lohnerhöhungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen in der gesamten Wirtschaft in einer langen Frist berücksichtigt.
intergenerationale Elastizität
Beim Vergleich von Eltern und erwachsenen Nachkommen der prozentuale Unterschied im Status der zweiten Generation, der mit einem 1%igen Unterschied im Status der Elterngeneration verbunden ist. Siehe auch: intergenerationale Ungleichheit, intergenerationale Mobilität, intergenerationale Übertragung von wirtschaftlichen Unterschieden.
intergenerationale Mobilität
Veränderungen im relativen wirtschaftlichen oder sozialen Status zwischen Eltern und Kindern. Aufwärtsmobilität liegt vor, wenn der Status eines Kindes den der Eltern übersteigt. Abwärtsmobilität ist der umgekehrte Fall. Ein weit verbreitetes Maß für die intergenerationale Mobilität ist die Korrelation zwischen den Positionen von Eltern und Kindern (zum Beispiel in Bezug auf die Schulzeit oder das Einkommen). Ein weiteres Maß ist die intergenerationale Elastizität. Siehe auch: intergenerationale Elastizität, intergenerationale Übertragung von wirtschaftlichen Unterschieden.
intergenerationale Übertragung von wirtschaftlichen Unterschieden
Die Prozesse, durch die sich die wirtschaftliche Stellung der erwachsenen Söhne und Töchter der wirtschaftlichen Stellung der Eltern annähert. Siehe auch: intergenerationale Elastizität, intergenerationale Mobilität.
intergenerationale Ungleichheit
Das Ausmaß, in dem Unterschiede zwischen den Elterngenerationen an die nächste Generation weitergegeben werden, gemessen an der intergenerationalen Elastizität oder der intergenerationalen Korrelation. Siehe auch: intergenerationale Elastizität, intergenerationale Mobilität, intergenerationale Übertragung von wirtschaftlichen Unterschieden.
Inventar
Waren, die sich im Besitz eines Unternehmens befinden, bevor sie verkauft oder verwendet werden, einschließlich Rohstoffen und halbfertigen oder fertigen Waren, die zum Verkauf bestimmt sind.
Investitionen (I)
Ausgaben für neu produzierte Investitionsgüter (Maschinen und Anlagen) und Gebäude, einschließlich neuer Gebäude.
Investitionsfunktion (aggregiert)
Eine Gleichung, die zeigt, wie die Investitionsausgaben in der Gesamtwirtschaft von anderen Variablen, nämlich dem Zinssatz und den Gewinnerwartungen, abhängen. Siehe auch: Zinssatz, Gewinnmarge.
Investitionsgüter
Die langlebigen und kostspieligen Vorleistungen, die nicht der Arbeit dienen und in der Produktion eingesetzt werden (Maschinen, Gebäude), mit Ausnahme einiger wesentlicher Vorleistungen, zum Beispiel Luft, Wasser, Wissen, die in der Produktion zum Nulltarif verwendet werden.
irrationaler Überschwang
Ein Prozess, durch den Vermögen überbewertet wird. Der Ausdruck wurde erstmals 1996 von Alan Greenspan, dem damaligen Präsidenten der US Federal Reserve (Zentralbank-System der Vereinigten Staaten), verwendet. Als wirtschaftliches Konzept wurde er von dem Ökonomen Robert Shiller populär gemacht.
Isogewinnkurve
Eine Kurve, auf der alle Punkte den gleichen Gewinn bringen.
Isokostengerade
Eine Gerade, die alle Kombinationen darstellt, die einen bestimmten Gesamtbetrag kosten.
Joule
Eine Energie- oder Arbeitseinheit, ursprünglich definiert als die Energiemenge, die erforderlich ist, um einen kleinen Apfel senkrecht einen Meter hochzuheben.
junge Industrie
Ein neuer Industriesektor in einem Land, der relativ hohe Kosten verursacht, weil er aufgrund seiner erst kürzlich erfolgten Etablierung kaum von Erfahrungen profitiert, aufgrund seiner geringen Größe keine Skaleneffekte erzielt oder aufgrund des Mangels an ähnlichen Unternehmen nicht von Agglomerationsvorteilen profitiert. Ein vorübergehender Schutz dieses Sektors durch Zölle oder andere Maßnahmen kann die Produktivität einer Volkswirtschaft auf lange Frist erhöhen.
kapazitätsbeschränkt
Eine Situation, in der ein Unternehmen mehr Aufträge für ihre Produktion hat, als sie erfüllen kann. Siehe auch: geringe Kapazitätsauslastung.
Kapitalintensität (der Produktion)
Die Menge der Investitionsgüter pro Arbeitskraft.
kapitalintensiv
Stärkerer Einsatz von Investitionsgütern (zum Beispiel Maschinen und Anlagen) im Vergleich zu Arbeit und anderen Inputs. Siehe auch: arbeitsintensiv.
Kapitalisierungszins
Die Rendite, die gerade hoch genug ist, um investierende Personen zu veranlassen, Aktien eines bestimmten Unternehmens zu halten. Sie ist hoch, wenn das Unternehmen mit einem hohen systematischen Risiko behaftet ist.
Kapitalismus
Ein Wirtschaftssystem, in dem die wichtigste Form der wirtschaftlichen Organisation das Unternehmen ist. Wo Personen, die Investitionsgüter besitzen, Arbeitskräfte anstellen, um Waren und Dienstleistungen für den Verkauf auf Märkten mit der Absicht der Gewinnerzielung zu produzieren. Die wichtigsten wirtschaftlichen Institutionen in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem sind also Privateigentum, Märkte und Unternehmen.
kapitalistische Revolution
Rasche Verbesserungen der Technologie in Verbindung mit der Entstehung eines neuen Wirtschaftssystems.
Kapitalproduktivität
Output pro Einheit Investitionsgüter. Siehe auch: Arbeitsproduktivität.
Kapitalwert
Der aktuelle Wert eines zukünftigen Einkommensstroms abzüglich der damit verbundenen Kosten (unabhängig davon, ob die Kosten in der Gegenwart oder in der Zukunft liegen). Siehe auch: Gegenwartswert.
Kartell
Eine Gruppe von Unternehmen, die sich absprechen, um ihre gemeinsamen Gewinne zu steigern.
Kartellrechtspolitik
Politik und Gesetze der Regierung zur Begrenzung der Monopolmacht und zur Verhinderung von Kartellen. Auch bekannt als: Wettbewerbspolitik.
kategorische Ungleichheit
Ungleichheit zwischen bestimmten sozialen Gruppen (zum Beispiel durch eine Kategorie wie Ethnie, Nation, Kaste, Geschlecht oder Religion). Auch bekannt als: Gruppenungleichheit.
Kaufkraftparität (KKP)
Eine statistische Korrektur, die es ermöglicht, die Menge der Güter zu vergleichen, die man in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Währungen kaufen kann. Siehe auch: konstante Preise.
Kausalität
Die Beziehung einer Ursache zu einer Wirkung, die besagt, dass eine Veränderung in einer Variablen eine Veränderung in einer anderen bewirkt. Während eine Korrelation einfach die Feststellung ist, dass sich zwei Dinge zusammen bewegt haben, impliziert die Kausalität einen Mechanismus, der für die Verbindung verantwortlich ist, und ist daher ein restriktiveres Konzept. Siehe auch: natürliches Experiment, Korrelation.
Kipppunkt
Ein instabiles Gleichgewicht an der Grenze zwischen zwei Regionen, das durch unterschiedliche Bewegungen bei einer Variablen gekennzeichnet ist. Nimmt die Variable auf der einen Seite einen Wert an, bewegt sie sich in die eine Richtung; auf der anderen Seite bewegt sie sich in die andere Richtung. Siehe auch: Vermögenswertpreisblase.
Kipppunkt (Umwelt)
Ein Zustand der Umwelt, bei dessen Überschreitung ein Prozess (in der Regel eine Verschlechterung) aufgrund positiver Feedback-Prozesse selbstverstärkend wird. Auf der einen Seite sind Prozesse der Umweltzerstörung selbstbegrenzend. Auf der anderen Seite führen positive Feedbacks zu einer sich selbst verstärkenden, unkontrollierbaren Umweltzerstörung. Siehe auch: positive Rückkopplung (Prozess).
Knappheit
Ein Gut, das wertvoll ist und für das es bei dem Erwerb weiterer Einheiten Opportunitätskosten gibt.
Knappheitsproblem
Bei diesem Problem geht es darum, wie wir angesichts unserer Vorlieben und Zwänge die besten Entscheidungen treffen, wenn die Dinge, die wir schätzen, knapp sind. Siehe auch: beschränktes Optimierungsproblem.
kodifiziertes Wissen
Wissen, das in einer Form niedergeschrieben werden kann, die es anderen ermöglicht, es zu verstehen und zu reproduzieren. Zum Beispiel die chemische Formel für ein Medikament. Siehe auch: stillschweigendes Wissen.
komparativer Vorteil
Eine Person oder ein Land hat einen komparativen Vorteil bei der Produktion eines bestimmten Gutes, wenn die Kosten für die Produktion einer zusätzlichen Einheit dieses Gutes im Verhältnis zu den Kosten für die Produktion eines anderen Gutes niedriger sind als die Kosten einer anderen Person oder eines anderen Landes für die Produktion der gleichen zwei Güter. Siehe auch: absoluter Vorteil.
Komplementärgüter
Zwei Güter, bei denen eine Erhöhung des Preises des einen Gutes zu einem Rückgang der nachgefragten Menge des anderen Gutes führt. Siehe auch: Substitute.
konjunkturelle Arbeitslosigkeit
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit über die Gleichgewichtsarbeitslosigkeit hinaus, der durch einen Rückgang der aggregierten Nachfrage im Rahmen des Konjunkturzyklus verursacht wird. Auch bekannt als: Nachfragebedingte Arbeitslosigkeit. Siehe auch: Gleichgewichtsarbeitslosigkeit.
Konjunkturzyklus
Abwechselnde Perioden mit schnelleren und langsameren (oder sogar negativen) Wachstumsraten. Die Wirtschaft wechselt vom Boom zur Rezession und wieder zurück zum Boom. Siehe auch: kurzfristiges Gleichgewicht.
konkave Funktion
Eine Funktion zweier Variablen, bei der das Liniensegment zwischen zwei beliebigen Punkten der Funktion vollständig unterhalb der Kurve liegt, die die Funktion darstellt (die Funktion ist konvex, wenn das Liniensegment oberhalb der Funktion liegt).
konstante Preise
Preise, die um Preiserhöhungen (Inflation) oder Preissenkungen (Deflation) bereinigt sind, sodass eine Währungseinheit in verschiedenen Zeiträumen die gleiche Kaufkraft darstellt. Siehe auch: Kaufkraftparität.
konstante Skalenerträge
Sie treten auf, wenn die Verdoppelung aller Inputs in einem Produktionsprozess zu einer Verdoppelung des Outputs führt. Die Form der Kurve der langfristigen Durchschnittskosten eines Unternehmens hängt sowohl von den Skalenerträgen in der Produktion als auch von den Auswirkungen der Skalenerträge auf die Preise ab, die sie für ihre Inputs zahlt. Siehe auch: steigende Skalenerträge, abnehmende Skalenerträge.
Konsum (C)
Die Ausgaben für Konsumgüter umfassen sowohl kurzlebige Waren und Dienstleistungen als auch langlebige Güter, die als langlebige Gebrauchsgüter oder nur Gebrauchsgüter bezeichnet werden.
Konsumentenrente
Die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher:innen für ein Gut abzüglich des Preises, zu dem diese Person das Gut gekauft hat, summiert über alle verkauften Einheiten.
Konsumfunktion (aggregiert)
Eine Gleichung, die zeigt, wie die Konsumausgaben in der Volkswirtschaft als Ganzes von anderen Variablen abhängen. Im Multiplikatormodell sind die anderen Variablen beispielsweise das verfügbare Einkommen und der autonome Konsum Siehe auch: verfügbares Einkommen, autonomer Konsum.
Konsumgut
Eine Ware oder Dienstleistung, die die Bedürfnisse der Verbrauchenden über einen kurzen Zeitraum befriedigt.
kontingente Bewertungsmethode
Ein auf Befragungen basierendes Verfahren zur Bewertung des Wertes nicht dem Markt zur Verfügung stehender Ressourcen. Auch bekannt als: Modell der angegebenen Präferenzen.
Kooperation
Die Beteiligung an einem gemeinsamen Projekt, das einen gegenseitigen Nutzen bringen soll.
Kooperative
Ein Unternehmen, das größtenteils oder vollständig im Besitz der Beschäftigten ist, die das Management einstellen und entlassen.
Koordinationsspiel
Ein Spiel, bei dem es zwei Nash-Gleichgewichte gibt, von denen eines dem anderen Pareto-überlegen sein kann. Auch bekannt als: Versicherungsspiel.
Korrelation
Eine statistische Assoziation, bei der die Kenntnis des Wertes einer Variablen Aufschluss über den wahrscheinlichen Wert der anderen gibt. Zum Beispiel hohe Werte einer Variablen, die häufig zusammen mit hohen Werten der anderen Variablen beobachtet werden. Sie kann positiv oder negativ sein (sie ist negativ, wenn hohe Werte, der einen Variablen mit niedrigen Werten der anderen Variablen beobachtet werden). Es bedeutet nicht, dass eine kausale Beziehung zwischen den Variablen besteht. Siehe auch: Kausalität, Korrelationskoeffizient.
Korrelationskoeffizient
Ein Maß dafür, wie eng zwei Variablen miteinander verbunden sind und ob sie dazu neigen, ähnliche oder unähnliche Werte anzunehmen. Dieses reicht von einem Wert von 1, der anzeigt, dass die Variablen ähnliche Werte annehmen („positiv korreliert sind“), bis zu -1, der anzeigt, dass die Variablen unähnliche Werte annehmen („negative“ oder „inverse“ Korrelation). Ein Wert von 1 oder -1 bedeutet, dass die Kenntnis des Wertes einer der Variablen eine perfekte Vorhersage des Wertes der anderen Variable ermöglicht. Ein Wert von 0 bedeutet, dass die Kenntnis einer der Variablen keine Informationen über den Wert der anderen liefert. Siehe auch: Korrelation, Kausalität.
kreditbeschränkt
Der Prozess, durch den Personen mit weniger Vermögen im Vergleich zu Personen mit mehr Vermögen Kredite zu ungünstigen Bedingungen aufnehmen. Siehe auch: kreditunwürdig.
Kreditrationierung
Der Prozess, bei dem diejenigen, die über weniger Vermögen verfügen, im Vergleich zu denjenigen, die über mehr Vermögen verfügen, Kredite zu ungünstigen Bedingungen aufnehmen.
kreditunwürdig
Eine Beschreibung von Personen, die nicht in der Lage sind, Kredite zu jedweden Bedingungen aufzunehmen. Siehe auch: kreditbeschränkt.
Kreditzins (Bank)
Der durchschnittliche Zinssatz, den Geschäftsbanken Unternehmen und Haushalten in Rechnung stellen. Dieser Zinssatz liegt in der Regel über dem Leitzins. Die Differenz ist der Aufschlag oder die Spanne für kommerzielle Kredite. Auch bekannt als: marktüblicher Zinssatz. Siehe auch unter: Zinssatz, Leitzins.
Kündigungsschutzgesetze
Gesetze, die die Kündigung von Arbeitsplätzen für Unternehmen kostspieliger (oder sogar unmöglich) machen.
künstlich knappes Gut
Ein öffentliches Gut, von dem man einige Menschen ausschließen kann. Auch bekannt als: Clubgut.
Kurve der globalen Treibhausgas-Vermeidungskosten
Sie zeigt die Gesamtkosten für die Verringerung der Treibhausgasemissionen durch Abatement Politiken in einer Rangfolge vom kosteneffektivsten zum kostengünstigsten. Siehe auch: Abatement Politik.
kurze Frist (Modell)
Der Begriff bezieht sich nicht auf einen bestimmten Zeitraum, sondern auf das, was exogen ist: Preise, Löhne, Kapitalbestand, Technologie, Institutionen Siehe auch: Lohn, Kapital, Technologie, Institutionen, mittelfristiges Modell.
kurzfristiges Gleichgewicht
Ein Gleichgewicht, das herrscht, solange bestimmte Variablen (zum Beispiel die Anzahl der Unternehmen auf einem Markt) konstant bleiben. Bei dem wir aber erwarten, dass sich diese Variablen ändern, wenn die Menschen Zeit haben, auf die Situation zu reagieren.
Kurzfristigkeit
Dieser subjektive Begriff bezieht sich auf den Fall, dass die Person, die ein Urteil fällt, den Kosten, dem Nutzen und anderen Dingen, die in der nahen Zukunft geschehen, zu viel Gewicht beimisst, als es angemessen wäre.
lange Frist (Modell)
Der Begriff bezieht sich nicht auf einen bestimmten Zeitraum, sondern auf das, was exogen ist. Eine langfristige Kostenkurve bezieht sich beispielsweise auf die Kosten, wenn das Unternehmen alle Inputs einschließlich seiner Investitionsgüter vollständig anpassen kann; Technologie und die Institutionen der Wirtschaft sind jedoch exogen. Siehe auch: Technologie, Institution, kurze Frist (Modell), mittlere Frist (Modell).
langfristiges Gleichgewicht
Ein Gleichgewicht, das erreicht wird, wenn Variablen, die kurzfristig konstant gehalten wurden (zum Beispiel die Anzahl der Unternehmen auf einem Markt), sich anpassen können, da die Menschen Zeit haben, auf die Situation zu reagieren.
Learning by Doing
Dies ist der Fall, wenn der Output pro Einheit Input mit zunehmender Erfahrung in der Produktion einer Ware oder Dienstleistung steigt.
Leerverkauf
Der Verkauf eines geliehenen Vermögenswerts mit der Absicht, es zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Diese Strategie wird von Anleger:innen angewandt, die eine Wertminderung des Vermögenswerts erwarten. Auch bekannt als: Shorting.
leistungsbezogene Vergütung
Ein Lohn, der zumindest teilweise mit der Leistung der Beschäftigten variiert. Siehe auch: Akkordarbeit.
Leistungsbilanzdefizit
Der Überschuss des Wertes der Importe eines Landes über den kombinierten Wert seiner Exporte plus seiner Nettoeinkünfte aus Vermögen im Ausland. Siehe auch: Leistungsbilanz, Leistungsbilanzüberschuss.
Leistungsbilanz (LB)
Die Summe aller Zahlungen an ein Land abzüglich aller Zahlungen des Landes. Siehe auch unter: Leistungsbilanzdefizit, Leistungsbilanzüberschuss.
Leistungsbilanzüberschuss
Der Überschuss des kombinierten Werts seiner Exporte und Nettoeinkünfte aus Vermögenswerten im Ausland über den Wert seiner Importe. Siehe auch: Leistungsbilanz, Leistungsbilanzdefizit.
Leitzins
Der von der Zentralbank festgelegte Zinssatz, der für Banken gilt, die sich Zentralbankgeld untereinander und von der Zentralbank leihen. Auch bekannt als: Leitzins, offizieller Zinssatz. Siehe auch: Realzinssatz, Nominalzinssatz.
Leontief-Paradoxon
Die unerwartete Feststellung von Wassily Leontief, dass die Exporte aus den USA arbeitsintensiv und die Importe kapitalintensiv waren. Ein Ergebnis, das im Widerspruch zu den ökonomischen Theorien steht, nämlich dass ein Land, das reich an Kapital ist (wie die USA), Güter exportieren würde, bei deren Herstellung viel Kapital eingesetzt wird.
Leverage
nan Siehe auch: Leverage Ratio.
Leverage Ratio
Der Wert der gesamten Verbindlichkeiten geteilt durch die gesamten Vermögenswerte.
Leverage Ratio (für Banken oder Haushalte)
Der Wert der Vermögenswerte geteilt durch den Anteil des Eigenkapitals an diesem Vermögen.
Limit Order
Eine angekündigte Preis- und Mengenkombination für einen Vermögenswert, die entweder verkauft oder gekauft werden soll.
lineare Regressionsgerade
Die am besten passende Linie durch einen Datensatz.
liquide
nan Siehe auch: Liquidität.
Liquidität
Bei ausreichender Liquidität ist der Kauf oder Verkauf eines finanziellen Vermögenswerts zu einem vorhersehbaren Preis leicht.
Liquiditätsrisiko
Das Risiko, dass ein Vermögenswert nicht schnell genug in Bargeld umgetauscht werden kann, um einen finanziellen Verlust zu verhindern.
Lock-in
Eine Folge der externen Netzwerkeffekte, die zu einem Winner-take-all Markt führen. Der Wettbewerbsprozess führt zu einem Ergebnis, das nur schwer zu ändern ist, selbst wenn die Unternehmen eine alternative Innovation für überlegen halten.
logarithmische Skala
Eine Art der Messung einer Größe auf der Grundlage der Logarithmusfunktion, f(x) = log(x). Die Logarithmusfunktion wandelt ein Verhältnis in eine Differenz um: log (a/b) = log a - log b. Dies ist sehr nützlich für die Arbeit mit Wachstumsraten. Wenn sich zum Beispiel das nationale Einkommen in einem armen Land von 50 auf 100 und in einem reichen Land von 1000 auf 2000 verdoppelt, beträgt die absolute Differenz im ersten Fall 50 und im zweiten Fall 1.000, aber wenn man den natürlichen Logarithmus der Zahlen nimmt: log(100) - log(50) = 0,693 und log(2000) - log(1000) = 0,693. Das Verhältnis ist in jedem Fall 2 und log(2) = 0,693.
Lohnarbeit
Ein System, in dem die Arbeitskräfte für die Zeit, die sie für ihre Unternehmen arbeiten, bezahlt werden.
Lohnarbeitsvertrag
nan Siehe auch: Lohnarbeit, Vertrag.
Lohninflation
Ein Anstieg des Nominallohns. Normalerweise über ein Jahr gemessen. Siehe auch: Nominallohn.
Lohn-Preis-Spirale
Dies ist der Fall, wenn auf einen anfänglichen Anstieg der Löhne in der Wirtschaft ein Anstieg des Preisniveaus folgt, auf den ein Anstieg der Löhne folgt und so weiter. Er kann auch mit einem anfänglichen Anstieg des Preisniveaus beginnen.
Lohnsetzungskurve
Die Kurve, die den Reallohn angibt, der bei jedem gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungsniveau erforderlich ist, um den Beschäftigten Anreize für harte und gute Arbeit zu bieten.
Lorenzkurve
Eine grafische Darstellung der Ungleichheit einer bestimmten Größe, zum Beispiel Vermögen oder Einkommen. Die Individuen sind in aufsteigender Reihenfolge danach geordnet, wie viel sie von dieser Menge besitzen, und der kumulative Anteil an der Gesamtmenge wird dann gegen den kumulativen Anteil an der Bevölkerung aufgetragen. Bei vollständiger Gleichheit des Einkommens wäre dies beispielsweise eine Gerade mit einer Steigung von eins. Das Ausmaß, in dem die Kurve unter diese perfekte Gleichheitslinie fällt, ist ein Maß für die Ungleichheit. Siehe dazu: Gini-Koeffizient.
Machbarkeitsgrenze
Die aus Punkten bestehende Kurve, die die maximal realisierbare Menge eines Gutes für eine bestimmte Menge des anderen Gutes definiert. Siehe dazu: realisierbare Menge.
Macht
Die Fähigkeit, Dinge, die man will, gegen die Absichten Anderer durchzusetzen (und zu bekommen), in der Regel durch Auferlegung oder Androhung von Sanktionen.
marginale Importquote
Die Änderung der gesamten Importe, die mit einer Änderung des gesamten Einkommens einhergeht.
marginale Konsumquote (MKQ)
Die Veränderung des Konsums, wenn sich das verfügbare Einkommen um eine Einheit ändert.
Marke
Ein Logo, ein Name oder ein eingetragenes Design, das in der Regel mit dem Recht verbunden ist, andere davon auszuschließen, es zur Kennzeichnung ihrer Produkte zu verwenden.
Markt
Eine Form des Austauschs von Gütern und Dienstleistungen, die auf direkter Gegenseitigkeit beruht (im Gegensatz zu Geschenken), freiwillig zum gegenseitigen Nutzen erfolgt (im Gegensatz zu Diebstahl, Besteuerung) und oft unpersönlich ist (im Gegensatz zu Übertragungen unter Freunden, Familie).
Markteintrittskosten
Anlaufkosten, die entstehen, wenn ein Unternehmen in einen Markt oder eine Industrie eintritt. Dazu gehören in der Regel die Kosten für den Erwerb und die Ausstattung neuer Räumlichkeiten, für Forschung und Entwicklung, für die erforderlichen Patente sowie für die Suche und Einstellung von Beschäftigten
Marktgleichgewicht
Ein Marktergebnis, bei dem alle Käufer:innen und Verkäufer:innen preisnehmend sind und bei dem zum vorherrschenden Marktpreis die angebotene Menge gleich der nachgefragten Menge ist.
Marktmacht
Eine Eigenschaft eines Unternehmens, das ein Produkt zu unterschiedlichen Preisen verkaufen kann, sodass es davon profitieren kann, wenn es preissetzend (und nicht preisnehmend) auftritt.
Marktversagen
Wenn die Märkte die Ressourcen auf eine Pareto-ineffiziente Weise allokieren.
Matching (Arbeitsvermittlung)
Die Art und Weise, wie Unternehmen, die auf der Suche nach zusätzlichen Beschäftigten sind (das heißt mit freien Stellen), auf Menschen treffen, die einen neuen Arbeitsplatz suchen.
Matching Markt
Ein Markt, der Angehörige zweier verschiedener Personengruppen zusammenbringt. Jede Person auf dem Markt würde davon profitieren, mit der richtigen Person der anderen Gruppe verbunden zu sein. Auch bekannt als: zweiseitiger Markt.
Medianwähler:in
Wenn sich die wählenden Personen entlang einer einzigen mehr-gegen-weniger-Dimension aufstellen lassen (zum Beispiel höhere oder niedrigere Steuern, mehr oder weniger Umweltschutz), liegt die oder der Medianwähler:in „in der Mitte“. Das heißt (bei einer ungeraden Gesamtzahl von wählenden Personen) dass gleich viele Personen mehr und weniger bevorzugen als das, was die oder der Medianwähler:in tut. Siehe auch: Medianwähler:inmodell.
Medianwähler:inmodell
Ein ökonomisches Modell des Standorts von Unternehmen, das auf die Positionen in Wahlprogrammen angewandt wird. Um die Anzahl der erhaltenen Stimmen zu maximieren, konkurrieren zwei Parteien miteinender um Positionen welche die oder den Medianwähler:in ansprechen. Siehe dazu: Medianwähler:in.
mengenorientierte Umweltpolitik
Politische Maßnahmen zur Umsetzung von Umweltzielen durch Verbote, Obergrenzen und Vorschriften.
meritorische Güter
Waren und Dienstleistungen, die jeder Person zur Verfügung stehen sollten, unabhängig von ihrer Zahlungsfähigkeit.
Mietobergrenze
Der gesetzliche Höchstpreis, den eine vermietende Person für eine Miete verlangen kann.
mittlere Frist (Modell)
Der Begriff bezieht sich nicht auf einen Zeitraum, sondern auf ein exogenes Element. In diesem Fall sind Kapitalbestand, Technologie und Institutionen exogen. Produktion, Beschäftigung, Preise und Löhne sind endogen. Siehe auch: Investitionsgüter, Technologie, Institution, kurze Frist (Modell), lange Frist (Modell).
Mitversicherung
Ein Mittel zum Zusammenlegen von Ersparnissen zwischen den Haushalten, damit ein Haushalt seinen Konsum aufrechterhalten kann, wenn sein Einkommen vorübergehend sinkt oder er höhere Ausgaben tätigen muss.
Momentum Handel
Strategie für den Aktienhandel, die darauf beruht, dass neue Informationen nicht sofort in die Kurse einfließen, so dass die Kurse über kurze Zeiträume eine positive Korrelation aufweisen.
Monopol
Ein Unternehmen, das als einziges Unternehmen ein Produkt ohne nahe Substitute verkauft. Bezieht sich auch auf einen Markt mit nur einem verkaufenden Unternehmen. Siehe auch: Monopolmacht, natürliches Monopol.
Monopolmacht
Die Macht, die ein Unternehmen hat, den eigenen Preis zu kontrollieren. Je weniger enge Substitute für das Produkt verfügbar sind, desto größer ist die Macht des Unternehmens, den Preis zu bestimmen. Siehe auch: Monopol.
Monopolmarkt
Markt, auf dem ein einziges Unternehmen alle Waren herstellt, die verkauft werden.
Monopolrenten
Eine Form des wirtschaftlichen Gewinns, der aufgrund des eingeschränkten Wettbewerbs beim Verkauf des Produkts eines Unternehmens entsteht. Siehe auch: wirtschaftlicher Gewinn.
moralisches Risiko
Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Versicherungsindustrie, um das Problem auszudrücken, mit dem sich versichernde Unternehmen konfrontiert sehen, nämlich dass eine Person, die eine Hausratversicherung abgeschlossen hat, möglicherweise weniger darauf achtet, Brände oder andere Schäden am Haus zu vermeiden. Dadurch erhöhrt sich das Risiko über das hinaus, was es ohne die Versicherung wäre. Dieser Begriff bezieht sich mittlerweile auf jede Situation, in der eine Partei einer Interaktion über eine Handlung entscheidet, die sich auf den Gewinn oder das Wohlergehen der anderen Partei auswirkt, die aber von der betroffenen Partei nicht durch einen Vertrag kontrolliert werden kann. Oft ist es eine Folge dessen, dass die betroffene Partei nicht über ausreichende Informationen über die Handlung verfügt. Dies wird auch als das Problem der „versteckten Aktionen“ bezeichnet. Siehe auch: versteckte Aktionen (Problem der), unvollständiger Vertrag, zu groß zum Scheitern.
Multiplikator
nan Siehe auch: Steuermultiplikator.
Multiplikatoreffekt
Ein Mechanismus, durch den sich die direkten und indirekten Auswirkungen einer Veränderung der autonomen Ausgaben auf den gesamtwirtschaftlichen Output auswirken. Siehe auch: Steuermultiplikator, Multiplikatormodell.
Multiplikatormodell
Ein Modell der aggregierten Nachfrage, das den Multiplikatoreffekt einschließt. Siehe auch: Steuermultiplikator, Multiplikatoreffekt.
Nachfragekurve
Die Kurve, die die Menge angibt, welche die Verbraucher:innen bei jedem möglichen Preis kaufen werden.
Nachfrageschock
Eine unerwartete Veränderung der aggregierten Nachfrage, zum Beispiel ein Anstieg oder Rückgang des autonomen Konsums, der Investitionen oder der Exporte. Siehe auch: Angebotsschock.
Nachfrageseite
Die Seite eines Marktes, auf der die Teilnehmenden Geld als Gegenleistung für eine andere Ware oder Dienstleistung anbieten (zum Beispiel die Personen die Brot kaufen). Siehe auch: Angebotsseite.
Nachfrageseite (Gesamtwirtschaft)
Die Art und Weise, wie Ausgabenentscheidungen die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen und damit die Beschäftigung und die Produktion erzeugen. Dabei wird das Multiplikatormodell verwendet. Siehe auch: Angebotsseite (Gesamtwirtschaft).
Nachfrageüberhang
Eine Situation, in der die nachgefragte Menge eines Gutes größer ist als die zum aktuellen Preis angebotene Menge. Siehe auch: Angebotsüberhang.
Nachkriegsabkommen
Eine informelle Vereinbarung (die in den einzelnen Ländern unterschiedliche Formen annimmt) zwischen Unternehmen, Regierungen und Gewerkschaften, die die Voraussetzungen für ein schnelles Wirtschaftswachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften von den späten 1940er bis zu den frühen 1970er Jahren schuf. Die Gewerkschaften akzeptierten die grundlegenden Institutionen des kapitalistischen Wirtschaftssystems und wehrten sich nicht gegen den technologischen Wandel - als Gegenleistung für eine niedrige Arbeitslosigkeit, die Duldung von Gewerkschaften und anderen Rechten sowie einen Anstieg der Realeinkommen, der dem Produktivitätsanstieg entsprach.
Nash-Gleichgewicht
Eine Kombination von Strategien, eine für jede spielende Person im Spiel, so dass die Strategie jedes Spielenden eine beste Antwort auf die von allen anderen gewählten Strategien ist.
natürlicher Logarithmus
nan Siehe auch: logarithmische Skala.
natürliches Experiment
Eine empirische Studie, die natürlich vorkommende statistisch messbare Ereignisse ausnutzt, bei der die Forschenden nicht die Möglichkeit haben, die Teilnehmenden einer Treatment- und einer Kontrollgruppe zuzuordnen (wie es bei herkömmlichen Experimenten der Fall ist). Stattdessen können Unterschiede in der Gesetzgebung, der Politik, dem Wetter oder anderen Ereignissen die Möglichkeit bieten, dass Populationen so analysiert werden, als wären sie Teil eines Experiments gewesen. Die Gültigkeit solcher Studien hängt von der Voraussetzung ab, dass die Zuordnung der teilnehmenden Individuen zu den natürlich vorkommenden Behandlungs- und Kontrollgruppen plausibel als zufällig dargestellt werden kann.
natürliches Monopol
Ein Produktionsprozess, bei dem die Kurve der Durchschnittskosten in einer langen Frist so stark nach unten geneigt ist, dass der Wettbewerb zwischen den Unternehmen auf diesem Markt nicht aufrechterhalten werden kann.
negativer externer Effekt
Ein negativer externer Effekt ist eine negative Auswirkung von Produktion, Konsum oder anderen wirtschaftlichen Entscheidungen auf eine andere Person oder Partei, die nicht als Verbindlichkeit in einem Vertrag festgelegt ist. Auch bekannt als: externe Kosten, negativer externer Effekt. Siehe auch: externer Effekt.
negative Rückkopplung (Prozess)
Ein Prozess, bei dem eine anfängliche Veränderung einen Prozess in Gang setzt, der die anfängliche Veränderung dämpft. Siehe auch: positive Rückkopplung (Prozess).
negative Skaleneffekte
Diese treten auf, wenn die Verdopplung aller Inputs in einem Produktionsprozess weniger als eine Verdopplung des Outputs bedeutet. Auch bekannt als: abnehmende Skalenerträge. Siehe auch: Skaleneffekte.
Nettoeinkommen
Bruttoeinkommen abzüglich Wertminderung. Siehe auch unter: Einkommen, Bruttoeinkommen, Wertminderung.
Nettokapitalströme
Die in der Leistungsbilanz erfasste Kreditaufnahme und -vergabe. Siehe auch: Leistungsbilanz, Leistungsbilanzdefizit, Leistungsbilanzüberschuss.
Nettovermögen
Aktiva abzüglich Passiva. Siehe auch: Bilanz, Eigenkapital.
Netzwerk-Skaleneffekte
Diese liegen vor, wenn eine Zunahme der Zahl der Nutzer:innen einer Produktion eines Unternehmens eine Zunahme des Wertes der Produktion für jeden von ihnen bedeutet, weil sie miteinander verbunden sind.
New Deal
Das 1933 von US-Präsident Franklin Roosevelt ins Leben gerufene Programm für öffentliche Notstandsarbeiten und Hilfsprogramme zur Beschäftigung von Millionen von Menschen. Es schuf die Grundstrukturen für moderne staatliche Sozialprogramme, Arbeitspolitik und Regulierung.
nicht ausschließbares öffentliches Gut
Ein öffentliches Gut, bei dem niemand vom Zugang ausgeschlossen werden kann. Siehe auch: künstlich knappes Gut.
nicht erwerbstätige Personen
Personen in der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die weder erwerbstätig sind noch aktiv nach einer bezahlten Arbeit suchen. Personen, die zum Beispiel zu Hause arbeiten und Kinder erziehen, gelten nicht als Erwerbspersonen und werden daher nicht als solche eingestuft.
nicht-rivales Gut
Ein Gut, dass wenn es jemanden verfügbar ist, für jeden anderen ohne zusätzliche Kosten verfügbar ist. Siehe auch: rivales Gut, nicht ausschließbares öffentliches Gut.
Nominallohn
Der tatsächliche Betrag, den man für seine Arbeit in einer bestimmten Währung erhält. Auch bekannt als: Geldlohn. Siehe auch: Reallohn.
Nominalzinssatz
Der nicht um die Inflation bereinigte Zinssatz. Es handelt sich um den Zinssatz, der von den Banken angeboten wird. Siehe auch: Realzinssatz, Zinssatz.
normaler Gewinn
Entspricht dem wirtschaftlichen Nullprofit und bedeutet, dass die Gewinnrate den Opportunitätskosten des Kapitals entspricht. Siehe auch: wirtschaftlicher Gewinn, Opportunitätskosten des Kapitals.
Nullsummenspiel
Ein Spiel, bei dem die Gewinne und Verluste der Individuen bei allen Kombinationen von Strategien, die sie verfolgen könnten, die Summe Null ergeben.
Nutzen
Ein numerischer Indikator für den Wert, den man einem Ergebnis beimisst, so dass höher bewertete Ergebnisse den niedriger bewerteten vorgezogen werden, wenn beide machbar sind.
Nutzen aus Handel
Der Nutzen, den eine Partei aus einer Transaktion zieht, verglichen damit, wie es ihr ohne den Austausch ergangen wäre. Auch bekannt als: Wohlfahrtsgewinne aus Handel. Siehe auch: ökonomische Rente.
offenbarte Präferenz
Eine Methode zur Untersuchung von Präferenzen, bei der die Motive eines Individuums (die Präferenzen der Person) anhand von Beobachtungen der Handlungen der Person zurückverfolgt werden.
öffentliches Gut
Ein Gut, dessen Nutzung durch eine Person seine Verfügbarkeit für andere nicht verringert. Auch bekannt als: nicht-rivales Gut. Siehe auch: nicht ausschließbares öffentliches Gut, künstlich knappes Gut.
öffentliches Übel
Das negative Äquivalent eines öffentlichen Gutes. Es ist nicht rivalisierend in dem Sinne, dass der Konsum des öffentlichen Übels durch ein bestimmtes Individuum den Konsum anderer nicht beeinträchtigt.
Offshoring
Die Verlagerung eines Teils der Aktivitäten eines Unternehmens außerhalb der nationalen Grenzen, in denen es ansässig ist. Sie kann innerhalb eines multinationalen Unternehmens erfolgen oder die Auslagerung der Produktion an andere Unternehmen beinhalten.
ökonomische Kosten
Die Kosten, die durch eine Handlung entstehen, zuzüglich der Opportunitätskosten.
ökonomische Rente
Eine Zahlung oder ein anderer Nutzen, der über das hinausgeht, was der Einzelne bei seiner nächstbesten Alternative (oder Reservationsoption) erhalten hätte. Siehe auch: Reservationsoption.
ökonomische Verantwortlichkeit
Verantwortlichkeit, die durch wirtschaftliche Prozesse erreicht wird, insbesondere durch den Wettbewerb zwischen Unternehmen oder anderen Einrichtungen, bei denen die Nichtberücksichtigung der Betroffenen zu Gewinneinbußen oder zum Scheitern des Unternehmens führt. Siehe auch: Verantwortlichkeit, politische Verantwortlichkeit.
Okunscher Koeffizient
Die Veränderung der Arbeitslosenquote in Prozentpunkten, die mit einer Veränderung des BIP um 1 % einhergehen soll. Ein Okun-Koeffizient von -0,4 bedeutet zum Beispiel, dass ein Rückgang der Produktion um 1 % mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte einhergeht. Siehe dazu: Okunsches Gesetz.
Okunsches Gesetz
Die empirische Regelmäßigkeit, dass das Wachstum des BIP negativ mit der Arbeitslosenquote korreliert ist. Siehe auch: Okunscher Koeffizient.
Oligopol
Ein Markt mit einer kleinen Anzahl von Unternehmen, der jedem Unternehmen eine gewisse Marktmacht verleiht.
Opportunitätskosten
Wenn die Durchführung einer Handlung den Verzicht auf die nächstbeste Handlungsalternative bedeutet, ist dies der Nettonutzen der aufgegebenen Alternative.
Opportunitätskosten des Kapitals
Die Höhe der Erträge, die eine Person hätte erzielen können, wenn sie die Kapitaleinheit anderweitig investiert hätte.
Orderbuch
Eine Aufzeichnung der von Käufer:innen und Verkäufer:innen gemachten, aber noch nicht erfüllten Limit Orders.
Pareto-dominant
Die Allokation A dominiert die Allokation B, wenn mindestens eine Partei mit A besser dran wäre als mit B, und niemand schlechter dran wäre. Siehe auch: Pareto-effizient.
Pareto-effizient
Eine Allokation mit der Eigenschaft, dass es keine alternative technisch mögliche Allokation gibt, bei der mindestens eine Person besser und niemand schlechter gestellt wäre.
Pareto-Effizienz Kurve
Die Menge aller Allokationen, die Pareto-effizient sind. Sie wird oft als Vertragskurve bezeichnet, auch in sozialen Interaktionen, in denen es keinen Vertrag gibt, weshalb wir den Begriff vermeiden. Siehe dazu: Pareto-effizient.
Pareto-Kriterium
Nach dem Pareto-Kriterium ist eine wünschenswerte Eigenschaft einer Allokation, dass sie Pareto-effizient ist. Siehe auch: Pareto-dominant.
Pareto-Verbesserung
Eine Veränderung, von der mindestens eine Person profitiert, ohne dass jemand anderes schlechter gestellt wird. Siehe dazu: Pareto-dominant.
Patent
Ein Recht auf ausschließliches Eigentum an einer Idee oder Erfindung, das für einen bestimmten Zeitraum gilt. Während dieses Zeitraums kann die Person oder das Unternehmen, welches das Patent innehat, effektiv als Monopolist auftreten.
perfektes Wettbewerbsgleichgewicht
Ein solches Gleichgewicht tritt in einem Modell auf, in dem alle Käufer:innen und Verkäufer:innen preisnehmend sind. In diesem Gleichgewicht werden alle Transaktionen zu einem einzigen Preis abgewickelt. Dies wird als Gesetz des einheitlichen Preises bezeichnet. Bei diesem Preis entspricht die angebotene Menge der nachgefragten Menge: Der Markt ist frei. Keiner kann durch eine Änderung des geforderten oder angebotenen Preises einen Vorteil erzielen. Alle sind preisnehmend. Alle potenziellen Gewinne aus dem Handel werden realisiert. Siehe auch: Gesetz des einheitlichen Preises.
Phillipskurve
Ein umgekehrtes Verhältnis zwischen der Inflationsrate und der Arbeitslosigkeit.
Pigou’sche Subvention
Eine staatliche Subvention zur Förderung einer wirtschaftlichen Aktivität, die positive externe Effekte hat. (Zum Beispiel die Subventionierung der Grundlagenforschung.)
Pigou-Steuer
Eine Steuer, die auf Aktivitäten erhoben wird, die negative externe Effekte erzeugen, um ein ineffizientes Marktergebnis zu korrigieren. Siehe auch: externer Effekt, Pigou’sche Subvention.
politische Institutionen
Die Spielregeln, die bestimmen, wer in einer Gesellschaft Macht hat und wie sie ausgeübt wird.
politische Rente
Eine Zahlung oder ein anderer Vorteil, der über die nächstbeste Alternative des Einzelnen hinausgeht (Reservierungsposition) und der sich aus der politischen Position des Einzelnen ergibt. Die Reservierungsposition bezieht sich in diesem Fall auf die Situation des Einzelnen, wenn er oder sie keine privilegierte politische Position innehat. Siehe auch: ökonomische Rente.
politisches System
Ein politisches System bestimmt, wie Regierungen ausgewählt werden und wie diese Regierungen Entscheidungen treffen und umsetzen, die alle oder die meisten Personen einer Bevölkerung betreffen.
politische Verantwortlichkeit
Verantwortlichkeit, die durch politische Prozesse wie Wahlen, Aufsicht durch eine gewählte Regierung oder Konsultationen mit betroffenen Bürger:innen erreicht wird. Siehe auch: Verantwortlichkeit, ökonomische Verantwortlichkeit.
positiver externer Effekt
Eine positive Auswirkung einer Produktions-, Konsum- oder sonstigen wirtschaftlichen Entscheidung, die nicht als Vorteil in einem Vertrag angegeben ist. Auch bekannt als: externer Nutzen, positive Externalität. Siehe auch: externer Effekt.
positive Rückkopplung (Prozess)
Ein Prozess, bei dem eine anfängliche Veränderung einen Prozess in Gang setzt, der die anfängliche Veränderung vergrößert. Siehe auch: negative Rückkopplung (Prozess).
Präferenzen
Eine Beschreibung des Nutzens oder der Kosten, die wir mit jedem möglichen Ergebnis verbinden.
Preisanpassungskosten
Die Ressourcen, die bei der Festsetzung und Änderung von Preisen eingesetzt werden.
Preisaufschlag
Der Preis abzüglich der Grenzkosten geteilt durch den Preis. Er ist umgekehrt proportional zur Elastizität der Nachfrage nach diesem Gut.
Preisdiskriminierung
Eine Verkaufsstrategie, bei der für verschiedene Personen oder Personengruppen unterschiedliche Preise festgesetzt werden oder die Preise in Abhängigkeit von der Anzahl der gekauften Einheiten variieren.
Preiselastizität der Nachfrage
Die prozentuale Veränderung der Nachfrage, die bei einer Preiserhöhung von 1 % eintreten würde. Wir drücken dies als positive Zahl aus. Die Nachfrage ist elastisch, wenn sie größer als 1 ist, und unelastisch, wenn sie kleiner als 1 ist.
Preisgefälle
Die Differenz zwischen dem Preis einer Ware im Exportland und im Importland. Er umfasst Transportkosten und Steuern. Wenn sich die globalen Märkte im Marktgleichgewicht befinden, sind diese Unterschiede ausschließlich auf die Handelskosten zurückzuführen. Siehe auch: Arbitrage.
Preisnehmende
Merkmal von produzierenden und verbrauchenden Personen oder Unternehmen, die keinen Nutzen daraus ziehen können, dass sie einen anderen Preis als den Marktpreis im Gleichgewicht eines Wettbewerbsmarktes anbieten oder verlangen. Sie haben keine Macht, den Marktpreis zu beeinflussen.
preisorientierte Umweltpolitik
Eine Politik, die mit Hilfe von Steuern oder Subventionen die Preise beeinflusst, mit dem Ziel, die externen Effekte der Entscheidungen des Einzelnen auf die Umwelt zu internalisieren.
Preissetzungskurve
Die Kurve, die den Reallohn angibt, der gezahlt wird, wenn die Unternehmen ihren gewinnmaximierenden Preis wählen.
Primärarbeitsmarkt
Ein Markt, auf dem die Beschäftigten in der Regel durch Gewerkschaften vertreten sind und hohe Löhne und sichere Arbeitsplätze genießen. Siehe auch: sekundärer Arbeitsmarkt, segmentierter Arbeitsmarkt.
Primärdefizit
Das Defizit der Regierung (ihre Einnahmen minus Ausgaben) ohne die Zinszahlungen für ihre Staatsverschuldung. Siehe auch: Staatsverschuldung.
Primärmärkte
nan Siehe auch: Sekundär- und Primärmärkte
Prinzipal–Agent-Beziehung
Diese Beziehung besteht, wenn eine Partei (der Prinzipal) möchte, dass eine andere Partei (der Agent) auf eine bestimmte Art und Weise handelt oder eine Eigenschaft hat, die im Interesse des Prinzipals liegt und die nicht in einem verbindlichen Vertrag durchgesetzt oder garantiert werden kann. Siehe auch: unvollständiger Vertrag. Auch bekannt als: Prinzipal-Agent-Problem.
private Grenzkosten (PGK)
Die Kosten, die dem Unternehmen durch die Produktion einer zusätzlichen Einheit eines Gutes entstehen, ohne Berücksichtigung der Kosten, welche die Produktion anderen auferlegt. Siehe auch: externe Grenzkosten, soziale Grenzkosten.
Privateigentum
Etwas ist Privateigentum, wenn die Person, die es besitzt, das Recht hat, andere von Nutzen eines Gutes auszuschließen und das Gut mit anderen zu tauschen.
privater Grenznutzen (PGN)
Der Vorteil (in Form von Gewinn oder Nutzen) der Produktion oder des Konsums einer zusätzlichen Einheit eines Gutes für das Individuum, welches beschließt, die zusätzliche Einheit zu produzieren oder zu konsumieren. Dabei wird der Vorteil, den andere erhalten, nicht berücksichtigt. 
privates Gut
Ein Gut, dass sowohl rivalisierend ist und von dem andere ausgeschlossen werden können.
Produktinnovation
Eine Innovation, die eine neue Ware oder Dienstleistung zu einem Preis hervorbringt, der Käufer:innen anzieht.
Produktionsfaktoren
Arbeit, Maschinen und Anlagen (in der Regel als Kapital bezeichnet), Grund und Boden und andere Inputs für einen Produktionsprozess.
Produktionsfunktion
Ein grafischer oder mathematischer Ausdruck, der die Menge des Outputs beschreibt, die mit einer bestimmten Menge oder Kombination von Input(s) produziert werden kann. Die Funktion beschreibt unterschiedliche Technologien, mit denen dasselbe produziert werden kann.
Produzentenrente
Der Preis, zu dem ein Unternehmen ein Gut verkauft, abzüglich des Mindestpreises, zu dem es bereit gewesen wäre, das Gut zu verkaufen, summiert über alle verkauften Einheiten.
progressiv (Politik)
Eine Ausgabe oder ein Transfer, der das Einkommen von ärmeren Haushalten prozentual stärker erhöht als das von reicheren Haushalten. Siehe auch: regressiv (Politik).
Protektionismus
Maßnahmen einer Regierung zur Begrenzung des Handels, insbesondere zur Verringerung der Importe in der Wirtschaft. Sie sollen die einheimische Industrie vor externer Konkurrenz schützen. Sie können verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel Steuern auf Importe oder Quoten für Importe.
Prozessinnovation
Eine Innovation, die es ermöglicht, eine Ware oder eine Dienstleistung zu niedrigeren Kosten als die der Konkurrenz herzustellen.
prozessuale Beurteilung der Fairness
Eine Bewertung eines Ergebnisses, die darauf beruht, wie die Allokation zustande gekommen ist, und nicht auf den Eigenschaften des Ergebnisses selbst (zum Beispiel wie ungleich es ist). Siehe auch: substanzielle Beurteilungen der Fairness.
prozyklisch
Entwickelt sich im Konjunkturzyklus tendenziell in dieselbe Richtung wie den gesamtwirtschaftlichen Output und die Beschäftigung. Siehe auch: antizyklisch.
quantitative Lockerung (QL)
Käufe von finanziellen Vermögenswerten durch die Zentralbank mit dem Ziel, die Zinssätze für diese Vermögenswerte zu senken, wenn die herkömmliche Geldpolitik unwirksam ist, weil der Leitzins an der unteren Nullgrenze liegt. Siehe auch: Zero Lower Bound.
Quote
Eine von der Regierung auferlegte Begrenzung des Volumens an Importen, die während eines bestimmten Zeitraums in die Wirtschaft gelangen dürfen.
radikale Innovation
Innovationen, die auf einem breiten Spektrum an Wissen aus verschiedenen Sektoren basieren und dieses neu kombinieren, um neue und sehr unterschiedliche Produkte zu schaffen.
Ratingagentur
Ein Unternehmen, das Informationen sammelt, um die Kreditwürdigkeit von Einzelpersonen oder anderen Unternehmen zu berechnen, und das daraus resultierende Rating gegen eine Gebühr an interessierte Parteien verkauft.
rationierte Güter
Güter, die den kaufenden Personen durch einen anderen Prozess als den Preis zugeteilt werden (zum Beispiel durch Warteschlangen oder eine Lotterie).
realisierbare Menge
Die Gesamtheit der Kombinationen der betrachteten Güter, die eine entscheidende Person angesichts der wirtschaftlichen, physischen oder sonstigen Zwänge, denen sie ausgesetzt ist, wählen könnte. Siehe auch: Machbarkeitsgrenze.
Reallohn
Der Nominallohn, bereinigt um die Preisänderungen zwischen verschiedenen Zeiträumen. Er misst die Menge an Waren und Dienstleistungen, die eine Beschäftigte kaufen kann. Siehe auch: Nominallohn.
Realzinssatz
Der um die Inflation bereinigte Zinssatz (das heißt der Nominalzinssatz abzüglich der Inflationsrate). Er gibt an, wie viele Güter man in der Zukunft, für die jetzt nicht konsumierten Güter erhält. Siehe auch: Nominalzinssatz, Zinssatz.
Rechte an geistigem Eigentum
Patente, Marken und Urheberrechte. Siehe auch: Patent, Marke, Urheberrecht.
Regierung
In einem bestimmten Gebiet die einzige Instanz, die den Menschen vorschreiben kann, was sie zu tun oder zu lassen haben, und die legitimerweise Gewalt anwenden und die Freiheit des Einzelnen einschränken kann, um dieses Ziel zu erreichen. Auch bekannt als: Staat.
Regierungselite
Spitzenpersonen der Regierung wie der Präsident:in, Kabinettsangehörige sowie führende Vertreter:innen der Legislative, die durch ein gemeinsames Interesse, zum Beispiel die Angehörigkeit zu einer bestimmten Partei, verbunden sind.
regressiv (Politik)
Eine Ausgabe oder ein Transfer, der das Einkommen reicherer Haushalte prozentual stärker erhöht als das ärmerer Haushalte. Siehe auch: progressiv (Politik).
reine Ungeduld
Dies ist eine Eigenschaft einer Person, die eine zusätzliche Einheit des Konsums jetzt gegenüber einer zusätzlichen Einheit zu einem späteren Zeitpunkt bevorzugt, wenn die Menge des Konsums jetzt und später gleich ist. Sie entsteht, wenn eine Person ungeduldig ist, jetzt mehr zu konsumieren, weil sie aus Kurzsichtigkeit, Willensschwäche oder aus anderen Gründen dem Konsum in der Zukunft weniger Wert beimisst.
relativer Preis
Der Preis einer Ware oder Dienstleistung im Vergleich zu einer anderen (normalerweise als Verhältnis ausgedrückt).
Rendite
Die implizite Rendite, die eine kaufende Person für ihr Geld erhält, wenn sie eine Anleihe zu ihrem Marktpreis kauft.
Reservationsindifferenzkurve
Eine Kurve, die Allokationen (Kombinationen) anzeigt, die genauso hoch bewertet werden wie die eigene Reservationsoption.
Reservationslohn
Der Betrag, den eine beschäftigte Person in einer alternativen Beschäftigung, durch Arbeitslosengeld oder andere Unterstützungsleistungen erhalten würde, wenn sie nicht an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz beschäftigt wäre.
Reservationsoption
Die nächstbeste Alternative einer Person unter allen Optionen in einer bestimmten Transaktion. Auch bekannt als: Fallback-Option. Siehe auch: Reservationspreis.
Reservationspreis
Der niedrigste Preis, zu dem jemand bereit ist, ein Gut zu verkaufen (das Behalten des Gutes ist die Reservationsoption der potenziell verkaufenden Person). Siehe auch: Reservationsoption.
Reserven (natürliche Ressource)
Die Menge einer natürlichen Ressource, deren Gewinnung mit den vorhandenen Technologien wirtschaftlich möglich ist. Siehe auch: Ressourcen (natürliche).
Ressourcen (natürliche)
Die geschätzte Gesamtmenge eines Stoffes in der Erdkruste. Siehe auch: Reserven (natürliche Ressource).
Restemfänger:in
Die Person, die das Einkommen erhält, das von einem Unternehmen oder einem anderen Projekt nach Zahlung aller vertraglichen Kosten (zum Beispiel Kosten für die Einstellung von Beschäftigten und die Zahlung von Steuern) übrig bleibt.
Rezession
Das US-amerikanische National Bureau of Economic Research (eine private überparteiliche Nonprofit-Forschungsorganisation) definiert sie als eine Periode, in der die Wirtschaftsleistung rückläufig ist. Sie ist vorbei, wenn die Wirtschaft wieder zu wachsen beginnt. Eine alternative Definition ist eine Periode, in der das Produktionsniveau unter dem normalen Niveau liegt, auch wenn die Wirtschaft wächst. Sie ist erst dann beendet, wenn die Produktion so weit gestiegen ist, dass sie wieder das normale Niveau erreicht hat. Die letztgenannte Definition hat das Problem, dass das „normale“ Niveau subjektiv ist.
rivales Gut
Ein Gut, das, wenn es von einer Person konsumiert wird, einer anderen nicht zur Verfügung steht. Siehe auch: nicht-rivales Gut.
Sachmitteltransfers
Öffentliche Ausgaben in Form von kostenlosen oder subventionierten Dienstleistungen für Haushalte und nicht in Form von Geldtransfers.
Saldo des Staatshaushalts
Die Differenz zwischen den Steuereinnahmen der Regierung und den Staatsausgaben (einschließlich der Käufe von Waren und Dienstleistungen durch die Regierung, Investitionen und Ausgaben für Transfers wie Renten und Arbeitslosengeld). Siehe auch: Budgetdefizit, Budgetüberschuss.
Schock
Eine exogene Änderung einiger der in einem Modell verwendeten Fundamentaldaten.
schöpferische Zerstörung
Joseph Schumpeters Bezeichnung für den Prozess, bei dem alte Technologien und die Unternehmen, die sich nicht anpassen, von den neuen verdrängt werden, weil sie auf dem Markt nicht konkurrenzfähig sind. Seiner Ansicht nach ist das Scheitern unrentabler Unternehmen schöpferisch, weil es Arbeit und Investitionsgüter für neue Kombinationen freisetzt.
Schumpetersche Renten
Eine andere, gleichwertige Bezeichnung für Innovationsrenten. Auch bekannt als: Innovationsrenten.
segmentierter Arbeitsmarkt
Ein Arbeitsmarkt, dessen einzelne Segmente als getrennte Arbeitsmärkte mit begrenzter Mobilität der Beschäftigten von einem Segment zum anderen funktionieren (auch aus Gründen der ethnischen oder sprachlichen oder anderer Formen der Diskriminierung). Siehe auch: Primärarbeitsmarkt, sekundärer Arbeitsmarkt.
sekundärer Arbeitsmarkt
Beschäftigte mit typischerweise kurzfristigen Verträgen mit begrenztem Lohn und wenig Arbeitsplatzsicherheit. Dies kann auf ihr Alter zurückzuführen sein oder darauf, dass sie aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit diskriminiert werden. Siehe auch: Primärarbeitsmarkt, segmentierter Arbeitsmarkt.
Sekundär- und Primärmärkte
Der Primärmarkt ist der Markt, auf dem Waren oder finanzielles Vermögen zum ersten Mal verkauft werden. Der erste Verkauf von Aktien durch ein Unternehmen an Personen oder Unternehmen (bekannt als Börsengang oder IPO) findet auf dem Primärmarkt statt. Der anschließende Handel mit diesen Aktien an der Börse ist der Sekundärmarkt. Die Begriffe werden auch verwendet, um den Erstverkauf von Eintrittskarten (Primärmarkt) und den Sekundärmarkt, auf dem sie gehandelt werden, zu beschreiben.
Selbstversicherung
Sparen eines Haushalts, um den Konsum aufrechtzuerhalten, wenn das Einkommen vorübergehend sinkt oder höhere Ausgaben erforderlich sind.
sequentielles Spiel
Ein Spiel, bei dem nicht alle Spieler:innen ihre Strategien gleichzeitig wählen und die Spieler:innen, die später wählen, die bereits gewählten Strategien der anderen Spieler:innen sehen können: Ein Beispiel ist das Ultimatumspiel. Siehe auch: Simultanspiel.
Short Side (eines Marktes)
Die Seite (entweder Angebotsseite oder Nachfrageseite), auf der die Zahl der gewünschten Transaktionen am geringsten ist (zum Beispiel befinden sich die Unternehmen auf der short side des Arbeitsmarktes, da in der Regel mehr Arbeitskräfte Arbeit suchen, als Stellen angeboten werden). Das Gegenteil der Short Side ist die Long Side. Siehe auch: Angebotsseite, Nachfrageseite.
Sicherheiten
Ein Vermögenswert, den eine kreditnehmende einer kreditgebenden Person als Sicherheit für einen Kredit verpfändet. Wenn die kreditnehmende Person nicht in der Lage ist, die versprochenen Zahlungen zu leisten, wird der Kreditgebende Eigentümer:in des Vermögenswerts.
Simultanspiel
Ein Spiel, bei dem die Spieler:innen gleichzeitig Strategien wählen, zum Beispiel das Gefangenendilemma. Siehe auch: sequentielles Spiel.
Skaleneffekte
Sie treten auf, wenn die Verdoppelung aller Inputs in einem Produktionsprozess den Output mehr als verdoppelt. Die Form der Kurve der langfristigen Durchschnittskosten eines Unternehmens hängt sowohl von den Skalenerträgen in der Produktion als auch von den Auswirkungen der Skalenerträge auf die Preise ab, die das Unternehmen für seine Inputs zahlt. Auch bekannt als: steigende Skalenerträge, negative Skaleneffekte.
solvent
Ein Unternehmen oder eine Person, deren Reinvermögen positiv oder Null ist. Zum Beispiel eine Bank, deren Aktiva höher sind als ihre Verbindlichkeiten (was sie schuldet). Siehe auch: insolvent.
soziale Grenzkosten (SGK)
Die Kosten für die Produktion einer zusätzlichen Einheit eines Gutes, wobei sowohl die Kosten für das Unternehmen als auch die Kosten für andere, die von der Produktion des Gutes betroffen sind, berücksichtigt werden. Die sozialen Grenzkosten sind die Summe aus den privaten Grenzkosten und den externen Grenzkosten.
soziale Interaktionen
Situationen, in denen sich die Handlungen einer Person nicht nur auf ihre eigenen, sondern auch auf die Ergebnisse anderer Personen auswirken.
soziale Norm
Ein den meisten Angehörigen einer Gesellschaft gemeinsames Verständnis darüber, was Menschen in einer bestimmten Situation tun sollten, wenn ihre Handlungen andere beeinflussen.
soziale Präferenzen
Präferenzen, die dem, was anderen Menschen widerfährt, einen Wert beimessen, auch wenn dies zu einer geringeren Auszahlung für den Einzelnen führt.
sozialer Grenznutzen (SGN)
Der Nutzen (in Form des Vorteils) der Produktion oder des Konsums einer zusätzlichen Einheit eines Gutes, wobei sowohl der Nutzen für die Person, die sich für die Produktion oder den Konsum entscheidet, als auch der Nutzen für alle anderen, die von der Entscheidung betroffen sind, berücksichtigt wird.
soziales Dilemma
Eine Situation, in der die Verfolgung individueller Interessen zu einem Ergebnis führt, das alle schlechter stellt als eine kooperative Lösung.
Sozialversicherung
Steuerfinanzierte Ausgaben der Regierung zur Absicherung gegen verschiedene wirtschaftliche Risiken (zum Beispiel Einkommensverluste durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit) und zur Sicherung eines gleichmäßigen lebenslangen Einkommens der Bevölkerung. Siehe auch: Mitversicherung.
Sparen
Wenn die Ausgaben für den Konsum geringer sind als das Nettoeinkommen, wird gespart und das Vermögen steigt. Siehe auch: Vermögen.
Sparparadoxon
Wenn ein Einzelner weniger konsumiert, steigen seine Ersparnisse; wenn aber alle weniger konsumieren, kann das Ergebnis eher eine geringere als eine höhere Ersparnis sein. Der Versuch, das Sparen zu erhöhen, wird vereitelt, wenn eine Erhöhung der Sparquote nicht durch eine Erhöhung der Investitionen (oder einer anderen Quelle der aggregierten Nachfrage wie den Staatsausgaben für Waren und Dienstleistungen) ausgeglichen wird. Das Ergebnis ist ein Rückgang der aggregierten Nachfrage und einen niedrigeren gesamtwirtschaftlichen Output, so dass das tatsächliche Sparniveau nicht ansteigt.
Sparpolitik
Eine Politik, bei der eine Regierung versucht, ihre Haushaltslage in einer Rezession zu verbessern, indem sie ihre Einsparungen erhöht. Siehe auch: Sparparadoxon.
Spekulationen
Kauf und Verkauf von Vermögenswerten mit dem Ziel, von einer erwarteten Preisänderung zu profitieren.
Spekulationsfinanzierung
Eine Strategie, die von Unternehmen angewandt wird, um Zahlungsverpflichtungen für Verbindlichkeiten mit Hilfe des Cashflows zu erfüllen, obwohl das Unternehmen das Kapital auf diese Weise nicht zurückzahlen kann. Unternehmen, die sich in dieser Lage befinden, müssen ihre Verbindlichkeiten verlängern, indem sie in der Regel neue Schuldtitel ausgeben, um die Verpflichtungen aus fällig werdenden Schuldtiteln zu erfüllen. Der Begriff wurde von Hyman Minsky in seiner Finanzinstabilitätshypothese geprägt. Siehe auch: Absicherungsfinanzierung.
Spezialisierung
Dies ist der Fall, wenn ein Land oder eine andere Einheit ein engeres Spektrum an Waren und Dienstleistungen produziert, als es konsumiert, und die Waren und Dienstleistungen, die es nicht produziert, durch Handel erwirbt.
Spiel
Ein Modell der strategischen Interaktion, das die Spieler:innen, die realisierbaren Strategien, die Informationen, über die die Spieler:innen verfügen, und ihre Auszahlungen beschreibt. Siehe auch: Spieltheorie.
Spieltheorie
Ein Teilgebiet der Mathematik, das sich mit strategischen Interaktionen befasst, das heißt mit Situationen, in denen jeder Teilnehmende weiß, dass der Nutzen, den er erhält, von den Handlungen aller abhängt. Siehe auch: Spiel.
staatliche Transfers
Ausgaben der Regierung in Form von Zahlungen an Haushalte oder Einzelpersonen. Arbeitslosengeld und Renten sind Beispiele dafür. Transfers werden in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nicht zu den Staatsausgaben (G) gezählt. Siehe auch: Staatsausgaben.
Staatsanleihe
Ein von Regierungen ausgegebenes Finanzinstrument, das die Zahlung von Geldströmen in bestimmten Zeitabständen verspricht.
Staatsausgaben (G)
Ausgaben der Regierung für den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Wenn sie als Bestandteil der aggregierten Nachfrage verwendet werden, umfassen sie nicht die Ausgaben für Transfers wie Renten und Arbeitslosengeld. Siehe auch: staatliche Transfers.
Staatsschuldenkrise
Eine Situation, in der Staatsanleihen als so riskant eingestuft werden, dass die Regierung möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, Kredite aufzunehmen. In diesem Fall kann die Regierung nicht mehr ausgeben, als sie an Steuereinnahmen erhält.
Staatsversagen
Ein Versagen der politischen Verantwortlichkeit. (Dieser Begriff wird in vielfältiger Weise verwendet, jedoch nicht in strenger Analogie zum Marktversagen, für das das Kriterium die Pareto-Ineffizienz ist).
Staatsverschuldung
Die Summe aller Anleihen, die die Regierung im Laufe der Jahre zur Finanzierung ihrer Defizite verkauft hat, abzüglich der fällig gewordenen Anleihen.
stabiles Gleichgewicht
Ein Gleichgewicht, bei dem eine Tendenz zur Wiederherstellung des Gleichgewichts besteht, nachdem es durch einen kleinen Schock gestört wurde.
Stagflation
Anhaltend hohe Inflation in Verbindung mit hoher Arbeitslosigkeit in der Wirtschaft eines Landes.
stationärer Zustand
Ohne technischen Fortschritt würde der Grenzbeitrag zusätzlicher Investitionsgüter zur Produktionssteigerung schließlich so gering werden, dass der Wachstumsprozess zum Stillstand kommen könnte. John Stuart Mill begrüßte diese Aussicht als „eine sehr beträchtliche Verbesserung unseres gegenwärtigen Zustands“.
steigende Skalenerträge
Sie treten auf, wenn die Verdoppelung aller Inputs in einem Produktionsprozess den Output mehr als verdoppelt. Die Form der Kurve der langfristigen Durchschnittskosten eines Unternehmens hängt sowohl von den Skalenerträgen in der Produktion als auch von den Auswirkungen der Skalenerträge auf die Preise ab, die das Unternehmen für seine Inputs zahlt. Auch bekannt als: Skaleneffekte, abnehmende Skalenerträge, konstante Skalenerträge.
Steuerinzidenz
Die Auswirkung einer Steuer auf den Wohlstand von Käufer:innen, Verkäufer:innen oder beiden.
Steuermultiplikator
Die gesamte (direkte und indirekte) Veränderung der Wirtschaftsleistung die durch eine anfängliche Veränderung der Staatsausgaben verursacht wird. Siehe auch: fiskalpolitischer Stimulus, Fiskalpolitik, aggregierte Nachfrage.
stillschweigendes Wissen
Wissen, das sich aus den Einschätzungen, dem Know-how und anderen Fähigkeiten der am Innovationsprozess Beteiligten zusammensetzt. Die Art von Wissen, die nicht genau niedergeschrieben werden kann. Siehe auch: kodifiziertes Wissen.
Strategie
Eine Handlung (oder ein Handlungsablauf), die eine Person vornehmen kann, wenn sie sich der gegenseitigen Abhängigkeit der Ergebnisse für sich und für andere bewusst ist. Die Ergebnisse hängen nicht nur von den Handlungen dieser Person ab, sondern auch von den Handlungen anderer.
strategische Interaktion
Eine soziale Interaktion, bei der sich die teilnehmenden Personen der Art und Weise bewusst sind, wie sich ihre Handlungen auf andere auswirken (und wie sich die Handlungen der anderen auf sie auswirken).
strategische Komplemente
Für zwei Tätigkeiten A und B gilt: Je mehr A ausgeführt wird, desto größer ist der Nutzen der Ausführung von B, und je mehr B ausgeführt wird, desto größer ist der Nutzen der Ausführung von A.
strategische Substitute
Für zwei Aktivitäten A und B gilt: Je mehr A ausgeführt wird, desto geringer ist der Nutzen der Ausführung von B, und je mehr B ausgeführt wird, desto geringer ist der Nutzen der Ausführung von A.
Subprime-Hypothek
Eine Hypothek, die an eine Person mit hohem Risiko vergeben wird, zum Beispiel an eine Person mit einer Vorgeschichte von Konkursen und verspäteten Rückzahlungen. Siehe auch: Subprime-Kreditnehmender.
Subprime-Kreditnehmender
Eine Person mit einer niedrigen Bonität und einem hohen Ausfallrisiko. Siehe auch: Subprime-Hypothek.
substanzielle Beurteilungen der Fairness
Beurteilungen, die auf den Merkmalen der Allokation selbst beruhen, nicht darauf, wie die Allokation ermittelt wurde. Siehe auch unter: prozessuale Beurteilung der Fairness.
Substitute
Zwei Güter, bei denen eine Erhöhung des Preises des einen zu einem Anstieg der nachgefragten Menge des anderen führt. Siehe auch: Komplementärgüter.
Substitutionseffekt
Der Effekt, der nur auf Änderungen des Preises oder der Opportunitätskosten zurückzuführen ist, angesichts des neuen Niveaus des Nutzens.
systematisches Risiko
Ein Risiko, das alle Vermögen auf dem Markt betrifft, so dass es den anlegenden Personen nicht möglich ist, ihr Risiko durch eine Kombination verschiedener Vermögenswerte zu verringern. Auch bekannt als: nicht diversifizierbares Risiko.
systemisches Risiko
Ein Risiko, das das Finanzsystem selbst bedroht.
Tangente
Wenn zwei Kurven einen Punkt gemeinsam haben, sich aber nicht kreuzen. Die Tangente an einer Kurve in einem bestimmten Punkt ist eine Gerade, die die Kurve in diesem Punkt berührt, sie aber nicht schneidet.
Taylorismus
Innovation in der Unternehmensführung, die darauf abzielt, die Lohnkosten zu senken, zum Beispiel durch die Aufteilung qualifizierter Tätigkeiten in separate, weniger qualifizierte Aufgaben, um die Löhne zu senken.
technischer Fortschritt
Eine Veränderung in der Technologie, die den Einsatz von Ressourcen (Arbeit, Maschinen, Land, Energie, Zeit) verringert, die für die Produktion einer bestimmten Menge des Outputs erforderlich sind.
technisch möglich
Eine Allokation innerhalb der durch Technologie und Biologie gesetzten Grenzen.
Technologie
Die Beschreibung eines Prozesses, bei dem eine Reihe von Materialien und anderen Inputs, einschließlich der Arbeit von Menschen und Maschinen, verwendet werden, um einen Output zu erzeugen.
Tragik der Allmende
Ein soziales Dilemma, bei dem eigennützig handelnde Individuen eine gemeinsame Ressource aufbrauchen und damit die Auszahlungen für alle verringern. Siehe auch: soziales Dilemma.
Transaktionskosten
Kosten, die den Verhandlungsprozess oder die Vereinbarung eines Vertrags behindern. Dazu gehören die Kosten für die Beschaffung von Informationen über das zu handelnde Gut und die Kosten für die Durchsetzung eines Vertrags.
Treibhausgas
Gase - hauptsächlich Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Ozon -, die in der Erdatmosphäre freigesetzt werden und zu einem Anstieg der atmosphärischen Temperatur und Veränderungen des Klimas führen.
Trennung von Eigentum und Kontrolle
Die Eigenschaft einiger Unternehmen, dass die Personen des Managements eine von den Eigentümer:innen getrennte Gruppe sind.
Trilemma der Weltwirtschaft
Die wahrscheinliche Unmöglichkeit, dass ein Land in einer globalisierten Welt gleichzeitig eine tiefe Marktintegration (über Grenzen hinweg), nationale Souveränität und demokratische Regierungsführung aufrechterhalten kann. Wurde erstmals von dem Wirtschaftswissenschaftler Dani Rodrik vorgeschlagen.
Trugschluss der Komposition
Fälschliche Schlussfolgerung, dass das, was für Teile (zum Beispiel einen Haushalt) gilt, auch für das Ganze (in diesem Fall die Wirtschaft als Ganzes) gelten muss. Siehe auch: Sparparadoxon.
überprüfbare Informationen
Informationen, die zur Durchsetzung eines Vertrags verwendet werden können.
umgekehrte Kausalität
Eine wechselseitige Kausalität, bei der sich A auf B auswirkt und B auch auf A.
Umverteilungspolitik
Steuern, Geld- und Sachmitteltransfers der Regierung, die zu einer Verteilung des Endeinkommens führen, die von der Verteilung des Markteinkommens abweicht. Siehe auch: Vorverteilungspolitik.
Umweltkonsumindifferenzkurve
Eine Kurve, auf der alle Punkte Kombinationen von Umweltqualität und Konsum sind, die von einer Person oder einem oder einer politische:n Entscheidungsträger:in gleichermaßen geschätzt werden. Die Steigung der Indifferenzkurve ist das Verhältnis zwischen dem (negativen) Grenznutzen des entgangenen Konsums aufgrund der Kosten für das Abatement und dem Grenznutzen der Umweltqualität (ein öffentliches Gut, das von allen geteilt wird).
Ungeduld
Jede Präferenz, den Konsum von der Zukunft in die Gegenwart zu verlagern. Diese Präferenz kann entweder aus reiner Ungeduld oder aus abnehmenden Grenzerträgen des Konsums resultieren.
Ungleichgewichtsprozess
Eine wirtschaftliche Variable kann sich entweder ändern, weil sich die Faktoren, die den Gleichgewichtswert dieser Variable bestimmen, geändert haben (ein Gleichgewichtsprozess), oder weil sich das System nicht im Gleichgewicht befindet, sodass es Kräfte für Veränderungen gibt, die innerhalb des betreffenden Modells liegen (ein Ungleichgewichtsprozess). Letzteres ist der Fall, wenn sich die Wirtschaft auf ein stabiles Gleichgewicht zubewegt oder sich von einem Kipppunkt entfernt (instabiles Gleichgewicht).
Ungleichgewichtsrente
Die ökonomische Rente, die entsteht, wenn sich ein Markt nicht im Gleichgewicht befindet, zum Beispiel bei Nachfrageüberhang oder Angebotsüberhang auf einem Markt für eine Ware oder Dienstleistung. Im Gegensatz dazu werden Renten, die im Gleichgewicht entstehen, Gleichgewichtsrenten genannt.
Ungleichheitsaversion
Eine Abneigung gegen Ergebnisse, bei denen einige Personen mehr erhalten als andere.
unsystematisches Risiko
Ein Risiko, das nur eine kleine Anzahl von Vermögenswerten auf einmal betrifft. Anleger:innen können ihre Anfälligkeit für solche Risiken nahezu ausschalten, indem sie ein diversifiziertes Portfolio von Vermögenswerten halten, die von unterschiedlichen Risiken betroffen sind. Auch bekannt als: diversifizierbares Risiko.
Unterbietungswettlauf
Selbstzerstörerischer Wettbewerb zwischen nationalen oder regionalen Regierungen, der zu niedrigeren Löhnen und weniger Regulierung führt, um ausländische investierende Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft anzuziehen.
Unternehmen
Eine wirtschaftliche Organisation, in der Investitionsgüter Privateigentum von Personen sind. Diese Personen stellen Arbeitskräfte an und leiten sie an, Waren und Dienstleistungen zu produzieren, die auf Märkten verkauft werden, um einen Gewinn zu erzielen.
unternehmensspezifischer Vermögenswert
Etwas, das eine Person besitzt oder tun kann, das in ihrem derzeitigen Unternehmen mehr Wert hat als in ihrer nächstbesten Alternative.
unvollständiger Vertrag
Ein Vertrag, in dem nicht alle Aspekte des Tausches, die die Interessen der Tauschparteien (oder anderer) betreffen, in einklagbarer Weise festgelegt sind.
Urheberrecht
Eigentumsrechte an der Nutzung und Verbreitung eines Originalwerks.
Verantwortlichkeit
Die Verpflichtung einer Person (oder einer Einrichtung), die eine Entscheidung trifft auf die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen einzugehen, die von seinen oder ihren Entscheidungen betroffen sind.
Verbindlichkeit
Alles, was einen Wert hat und geschuldet wird. Siehe auch: Bilanz, Vermögenswert.
Verbraucherpreisindex (VPI)
Ein Maß für das allgemeine Preisniveau, das die Verbraucher:innen für Waren und Dienstleistungen zu zahlen haben, einschließlich der Verbrauchssteuern.
Verbundvorteile
Kosteneinsparungen, die sich ergeben, wenn zwei oder mehr Produkte gemeinsam von einem einzigen Unternehmen hergestellt werden, anstatt sie in getrennten Unternehmen zu produzieren.
verfügbares Einkommen
Einkommen, das nach Zahlung von Steuern und Erhalt von Transferzahlungen (von der Regierung) zur Verfügung steht.
Verhandlungslücke
Die Differenz zwischen dem Reallohn, den die Unternehmen anbieten möchten, um den Beschäftigten Anreize zur Arbeit zu geben, und dem Reallohn, der den Unternehmen den Aufschlag ermöglicht, der angesichts des Wettbewerbsgrades die Gewinne maximiert.
Verhandlungsmacht
Das Ausmaß des Vorteils einer Person, sich einen größeren Anteil an den ökonomischen Renten zu sichern, die durch eine Interaktion ermöglicht werden
Verlust der Biodiversität (anteilig)
Anteil der Arten, die jedes Jahr aussterben.
Vermögen
Bestand an Dingen, die man besitzt, oder Wert dieses Bestandes. Es umfasst den Marktwert einer Wohnung, eines Autos, eines Grundstücks, von Gebäuden, Maschinen oder anderen Investitionsgütern, die eine Person besitzt, sowie alle finanziellen Vermögenswerte wie Aktien oder Anleihen. Schulden werden abgezogen, zum Beispiel die Hypothek bei der Bank. Die Schulden gegenüber der Person werden addiert.
Vermögenswert
Alles, was einen Wert hat und sich im Besitz befindet. Siehe auch: Bilanz, Verbindlichkeit.
Vermögenswertpreisblase
Anhaltender und signifikanter Anstieg des Preises eines Vermögenswerts, der durch die Erwartung künftiger Preissteigerungen genährt wird.
versteckte Aktionen (Problem der)
Dies ist der Fall, wenn eine Handlung einer Tauschpartei nicht bekannt ist oder von der anderen Partei nicht überprüft werden kann. Zum Beispiel kann ein Unternehmen nicht wissen (oder nicht überprüfen), wie hart die eingestellte Person tatsächlich arbeitet. Auch bekannt als: moralisches Risiko, versteckte Attribute (Problem der).
versteckte Attribute (Problem der)
Dies ist der Fall, wenn einige Eigenschaften der Person, die an einem Austausch teilnimmt (oder des Produkts oder der Dienstleistung, die bereitgestellt wird), den anderen Parteien nicht bekannt sind. Ein Beispiel dafür ist, dass die Person, die eine Krankenversicherung abschließt ihren eigenen Gesundheitszustand kennt, die Versicherungsgesellschaft jedoch nicht Auch bekannt als: adverse Selektion, versteckte Aktionen (Problem der).
verteilungsneutral
Eine Politik, die weder progressiv noch regressiv ist, so dass sie die Verteilung des Einkommens nicht verändert. Siehe auch unter: progressiv (Politik), regressiv (Politik).
Vertrag
Ein Dokument oder eine Vereinbarung, die eine Reihe von Handlungen festlegt, zu denen sich die Vertragsparteien verpflichten müssen.
Verursacherprinzip
Ein Leitfaden für die Umweltpolitik, der besagt, dass diejenigen, die anderen negative Umwelteinflüsse aufbürden, durch Besteuerung oder andere Mittel für die von ihnen verursachten Schäden aufkommen müssen.
volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Das System zur Messung der Gesamtproduktion und der Ausgaben in einem Land.
Volkswirtschaftslehre
Die Lehre davon, wie Menschen miteinander und mit ihrer natürlichen Umgebung interagieren, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und wie sich dies im Laufe der Zeit verändert.
Vorsorgesparen
Eine Erhöhung des Sparens, um das Vermögen wieder auf sein Zielniveau zu bringen. Siehe auch: Zielvermögen.
Vorverteilungspolitik
Maßnahmen der Regierung, die sich auf die Faktorausstattung der Menschen und deren Wert auswirken, einschließlich der Verteilung des Einkommens auf dem Markt und der Verteilung des privaten Vermögens. Beispiele sind Bildung, Mindestlohn und Antidiskriminierungsmaßnahmen. Siehe auch: Umverteilungspolitik.
Währungsunion
Eine Gruppe von Ländern, die die gleiche Währung verwenden. Das bedeutet, dass es nur eine Geldpolitik für diese Gruppe gibt. Auch bekannt als: Währungsunion.
Warenhandel
Der Handel mit materiellen Produkten, die physisch über die Grenzen transportiert werden.
Wechselkurs
Die Anzahl der Einheiten der heimischen Währung, die in eine Einheit der ausländischen Währung umgetauscht werden können. Die Anzahl der australischen Dollar (AUD), die benötigt werden, um einen US-Dollar (USD) zu kaufen, wird beispielsweise als Anzahl der AUD pro USD definiert. Ein Anstieg dieses Kurses bedeutet eine Wertminderung des AUD und ein Rückgang eine Aufwertung des AUD.
Wertminderung (im Rechnungswesen abgebildet über Abschreibungen)
Der Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der entweder durch Gebrauch (Abnutzung) oder durch Zeitablauf (Veralterung) eintritt.
Wertschöpfung
Bei einem Produktionsprozess ist dies der Wert des Outputs abzüglich des Wertes aller Vorleistungen (so genannter Zwischenprodukte). Die in der Produktion eingesetzten Investitionsgüter und Arbeitskräfte sind keine Zwischengüter. Die Wertschöpfung ist gleich dem Gewinn vor Steuern plus Löhne.
Wettbewerbspolitik
Politik und Gesetze des Staats zur Begrenzung der Monopolmacht und zur Verhinderung von Kartellen. Auch bekannt als: Kartellrechtspolitik.
Wettbewerbsverbot
Ein Arbeitsvertrag, der eine Bestimmung oder Vereinbarung enthält, nach der die beschäftigte Person nicht zu einem konkurrierenden Unternehmen wechseln kann. Dadurch kann sich die Reservationsoption der beschäftigten Person verringern, was den Lohn, den das Unternehmen zahlen muss, senkt.
wiederholte Spiele
Ein Spiel, bei dem die gleiche Interaktion (gleiche Auszahlungen, Spieler, mögliche Aktionen) mehr als einmal vorkommen kann.
Willensschwäche
Die Unfähigkeit, sich zu einer Handlung zu verpflichten (zum Beispiel eine Diät zu machen oder auf ein anderes gegenwärtiges Vergnügen zu verzichten), die man später bereuen wird. Sie unterscheidet sich von der Ungeduld, die ebenfalls dazu führen kann, dass eine Person gegenwärtige Vergnügungen bevorzugt, aber nicht unbedingt in einer Weise handelt, die sie bereut.
Winner-take-all Markt
Unternehmen, die als erste in einen Markt eintreten, können oft den gesamten Markt dominieren, zumindest vorübergehend.
wirtschaftlicher Gewinn
Die Einnahmen eines Unternehmens abzüglich seiner Gesamtkosten (einschließlich der Opportunitätskosten des Kapitals).
wirtschaftlicher Nullprofit
Eine Gewinnrate, die den Opportunitätskosten des Kapitals entspricht. Siehe auch: normaler Gewinn, Opportunitätskosten des Kapitals.
wirtschaftlich möglich
Politiken, bei denen die gewünschten Ergebnisse ein Nash-Gleichgewicht darstellen, so dass private Wirtschaftsakteure nach ihrer Umsetzung die gewünschten Effekte nicht rückgängig machen können.
Wirtschaftssystem
Eine Art der Organisation der Wirtschaft, die sich durch ihre grundlegenden Institutionen auszeichnet. Zu den Wirtschaftssystemen der Vergangenheit und Gegenwart gehören: zentrale Wirtschaftsplanung (zum Beispiel in der Sowjetunion im 20. Jahrhundert), Feudalismus (zum Beispiel in weiten Teilen Europas im frühen Mittelalter), Sklavenwirtschaft (zum Beispiel im Süden der USA und in der karibischen Plantagenwirtschaft vor der Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert) und Kapitalismus (die meisten heutigen Volkswirtschaften der Welt).
Wohlfahrt, gemeinsam
nan Siehe: gemeinsame Wohlfahrt.
Wohlfahrtsstaat
Eine Reihe von Maßnahmen der Regierung, die den Wohlstand der Bürger:innen verbessern sollen, indem sie zur Glättung des Einkommens beitragen (zum Beispiel Arbeitslosengeld und Renten).
Wohlfahrtsverlust
Ein Verlust der gesamten Wohlfahrt im Vergleich zu der gesamt möglichen Wohlfahrt einer Pareto-effizienten Allokation.
Zahlungsbereitschaft (ZBS)
Ein Indikator dafür, wie sehr eine Person ein Gut schätzt, gemessen an dem Betrag, den sie maximal zahlen würde, um eine Einheit des Gutes zu erwerben. Siehe auch: Akzeptanzbereitschaft.
Zahlungsbilanz (ZB)
Hier werden die Quellen und die Verwendung von Fremdwährungen erfasst. In dieser Bilanz wird der gesamte Zahlungsverkehr zwischen dem Inland und dem Rest der Welt erfasst. Sie ist in zwei Teile gegliedert: die Leistungsbilanz und die Vermögensübertragungs- und Kapitalbilanz. Auch bekannt als: Zahlungsbilanzkonto.
Zentralbank
Die einzige Bank, die Zentralbankgeld schaffen kann. Normalerweise Teil der Regierung. Geschäftsbanken haben Konten bei dieser Bank, auf denen sie Zentralbankgeld halten.
Zentralbankgeld
Bargeld, das von Haushalten, Unternehmen und Banken gehalten wird, sowie die Guthaben der Geschäftsbanken auf ihren Konten bei der Zentralbank, die so genannten Reserven. Auch bekannt als: High-powered money, Basisgeld, monetäre Basis.
Zero Lower Bound
Dies bezieht sich auf die Tatsache, dass der Nominalzinssatz nicht negativ sein kann, wodurch der Nominalzinssatz, der von der Zentralbank festgesetzt werden kann, auf Null begrenzt wird. Siehe auch unter: quantitative Lockerung.
Zielvermögen
Das Niveau des Vermögens, das ein Haushalt aufgrund seiner wirtschaftlichen Ziele (oder Präferenzen) und Erwartungen anstrebt. Wir gehen davon aus, dass die Haushalte versuchen, dieses Niveau des Vermögens angesichts von Veränderungen in ihrer wirtschaftlichen Situation beizubehalten, solange dies möglich ist.
Zinssatz
Der Preis für die Vorverlegung der Kaufkraft in die Zukunft. Siehe auch: Nominalzinssatz, Realzinssatz.
Zinssatz (kurzfristig)
Der Preis für das Ausleihen von Zentralbankgeld.
Zoll
Eine Steuer auf ein in ein Land importiertes Gut.
zu groß zum Scheitern
Ein Merkmal großer Banken, deren zentrale Bedeutung in der Wirtschaft sicherstellt, dass sie von der Regierung gerettet werden, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Bank trägt also nicht alle Kosten ihrer Tätigkeit und ist daher eher bereit, größere Risiken einzugehen. Siehe auch: moralisches Risiko.